Xbox, Preisanstieg

Xbox wird teurer: Preisanstieg um bis zu 135 Euro ab August

26.06.2026 - 07:47:44 | boerse-global.de

Analysten senken Kursziel für Microsoft aufgrund prognostizierter Margenrückgänge durch hohe KI-Ausgaben.

Microsoft-Aktie unter Druck: KI-Investitionen belasten die Margen
Xbox - Abstrakte Cloud-Netzwerk-Darstellung mit Datenströmen und fallender Finanzkurve, symbolisiert Cloud-Margen und KI-Ausgaben. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Aktie von Microsoft verlor am Donnerstag deutlich an Wert, nachdem Analysten sinkende Margen aufgrund der massiven KI-Investitionen prognostizierten. Die Papiere schlossen mit einem Minus von rund 3,45 Prozent bei 352,83 US-Dollar – umgerechnet etwa 315 Euro.

Sinkende Margen trotz Rekordwachstum

Auslöser der Kursverluste war eine Studie der Investmentbank Stifel. Deren Analysten senkten das Kursziel für Microsoft von 415 auf 400 US-Dollar und beließen die Aktie auf „Halten". Grundlage ist eine Modellrechnung für das Geschäftsjahr 2027, die eine Bruttomarge von lediglich 63 Prozent erwarten lässt. Das wäre ein Rückgang um 4,5 Prozentpunkte im Vergleich zu früheren Perioden – und liegt mehr als 300 Basispunkte unter der Markterwartung von 66,5 Prozent.

Besonders das Azure-Cloudgeschäft bereitet Sorgen. Es wächst zwar drei- bis viermal schneller als der Rest des Konzerns, doch die dafür nötigen Investitionen drücken auf die Marge. Pro Quartal rechnen die Analysten mit einem Margenverlust von 100 bis 150 Basispunkten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027. Die Folge: Der erwartete Gewinn pro Aktie für 2027 von 19,45 Dollar könnte um etwa einen Dollar zu hoch angesetzt sein.

Starke Zahlen, düstere Aussichten

Dabei lief es operativ zuletzt hervorragend. Im abgelaufenen Quartal bis März 2026 setzte Microsoft 82,9 Milliarden US-Dollar um – ein Plus von 18 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 23 Prozent auf 31,8 Milliarden Dollar, der Gewinn pro Aktie erreichte 4,27 Dollar.

Die Cloud-Erlöse allein beliefen sich auf 54,5 Milliarden Dollar, wobei Azure um 39 Prozent zulegte. Die annualisierten KI-Umsätze knackten die Marke von 37 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 123 Prozent. Besonders beeindruckend: Die vertraglich gebundenen Umsätze (RPO) verdoppelten sich binnen Jahresfrist von 315 auf 627 Milliarden Dollar.

Rekordinvestitionen in die Infrastruktur

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Doch genau dieser Erfolg hat seinen Preis. Microsofts Investitionsausgaben für 2026 werden auf rund 190 Milliarden US-Dollar geschätzt – der Löwenanteil fließt in KI-Infrastruktur. Zusammen mit den drei anderen großen Hyperscalern summiert sich der Wert auf 725 Milliarden Dollar.

Um den Energiehunger der Rechenzentren zu stillen, setzt Microsoft auf langfristige Partnerschaften. Der Chevron-Ableger Energy Forge One sicherte sich einen 20-Jahres-Stromabnahmevertrag für ein Gaskraftwerk in West-Texas, das ab 2028 eine Microsoft-Anlage mit 2,67 Gigawatt versorgen soll. Erst kürzlich nahm der Konzern sein Datenzentrum „Fairwater" in Wisconsin in Betrieb. Die künftigen Leasingverpflichtungen für Rechenzentren belaufen sich auf geschätzte 155 Milliarden Dollar.

Regulatorische Risiken und Rechtsstreitigkeiten

Hinzu kommen rechtliche Baustellen. Eine Sammelklage von Aktionären ist anhängig – sie wirft Microsoft unzureichende Offenlegungspflichten bei den Themen Copilot, Azure und der Partnerschaft mit OpenAI vor.

Auch aus Brüssel droht Ungemach. Die EU könnte Azure als sogenannten Gatekeeper unter dem Digital Markets Act (DMA) einstufen. Das würde neue Auflagen für die Cloud-Plattform bedeuten. Seit Jahresbeginn hat die Microsoft-Aktie bereits 24 bis 27 Prozent verloren – trotz der Tatsache, dass mehr als 80 Prozent der Fortune-500-Unternehmen KI-Dienste von Microsoft nutzen.

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Xbox wird teurer

Abseits der Cloud-Wolke gibt es auch für Verbraucher eine Nachricht: Ab dem 1. August steigen die Preise für Xbox-Konsolen um umgerechnet 90 bis 135 Euro. Die Anleger richten den Blick nun auf den nächsten Quartalsbericht am 29. Juli. Die Erwartungen liegen bei einem Gewinn pro Aktie von 4,24 Dollar.

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