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Xbox verliert 64 Cent pro Dollar: Microsoft plant Radikalumbau

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 12:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts Xbox-Sparte streicht 1600 Stellen und fokussiert sich auf Blockbuster-Franchises. Game Pass stagniert bei 30 Millionen Nutzern.

Microsoft Xbox-Krise: Radikaler Umbau mit Massenentlassungen
Fragmentiertes, grün leuchtendes Xbox-Logo, digital mit Leiterplattenmustern gerendert, symbolisiert Unternehmensumstrukturierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsofts Xbox-Sparte streicht rund ein Fünftel der Belegschaft und trennt sich von mehreren Entwicklerstudios. Der „Hard Reset" kommt nach internen Eingeständnissen, dass die Spiele-Sparte finanziell dramatisch hinter der Konkurrenz zurückliegt.

Milliardenkonzern mit schwacher Gaming-Bilanz

Die Streichungen sind Teil eines größeren Sparkurses: Insgesamt baut Microsoft weltweit 4800 Stellen ab. 1600 Mitarbeiter müssen sofort gehen, die restlichen Kürzungen sollen bis Ende des Geschäftsjahres 2027 folgen. Xbox-Chefin Asha Sharma sprach in internen Mitteilungen von einer „ungesunden" Division, die sich verzettelt habe.

Die Zahlen sind ernüchternd: Für jeden investierten Dollar in Spieleinhalte verliert Xbox 64 Cent. Die Gewinnmargen liegen drei- bis zehnmal niedriger als bei den Hauptkonkurrenten. Während der Gesamtkonzern auf 318 Milliarden Dollar Umsatz und 125 Milliarden Dollar Gewinn kam, sanken die Xbox-Erlöse Ende 2025 um sechs Prozent und im ersten Quartal 2026 um weitere sieben Prozent.

Kritik an Einwanderungspolitik

Die Entlassungen sorgen auch für öffentlichen Gegenwind. Zeitgleich mit den Massenkündigungen genehmigt Microsoft weiterhin H-1B-Visa für ausländische Fachkräfte. In sozialen Medien wird der Konzern dafür scharf kritisiert.

Fokus auf Blockbuster statt Studios

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Microsoft verabschiedet sich vom Modell vieler kleiner Entwicklerteams. Stattdessen setzt der Konzern auf etablierte Marken. Vier Studios werden abgestoßen: Ninja Theory und Undead Labs haben neue Eigentümer gefunden, Compulsion Games und Double Fine Productions werden unabhängig. Die Zukunft von Arkane Lyon ist noch offen.

Die verbleibenden Teams konzentrieren sich auf die großen Franchises: Fallout, The Elder Scrolls, Doom, Quake und Wolfenstein. Das hat bereits konkrete Folgen: Bei Obsidian Entertainment wurde eine Fortsetzung des Titels „Avowed" gestrichen – trotz positiver Entwicklungsarbeit. Das Studio verlor 25 Prozent seiner Belegschaft, rund 52 Mitarbeiter, und arbeitet nun unter der Leitung von Josh Sawyer an einem neuen Fallout-Spiel.

Auch die Tochter ZeniMax Media blutet: 379 Stellen wurden gestrichen, mehr als die Hälfte davon bei ZeniMax Online Studios. Das Team hinter „The Elder Scrolls Online" hat innerhalb eines Jahres schätzungsweise 60 Prozent seiner Belegschaft verloren.

Schlankere Führung, schwächelndes Abo-Modell

Die Führungsebene wird radikal verschlankt: Statt 14 Hierarchiestufen soll es künftig maximal fünf geben. Große Einheiten wie King und Mojang berichten dann direkt an die Xbox-Chefin.

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Game-Pass-Abonnenten stagnieren bei 30 Millionen, die nächste Konsole droht über 1000 Dollar zu kosten – doch Microsofts Cloud-Gaming-Erlöse steigen um 14 Prozent. Dieser Report zeigt, wo die versteckten Werttreiber liegen. Analyse-Report jetzt sichern

Der eigentliche Wachstumsmotor Game Pass stockt. Mit rund 30 Millionen Abonnenten liegt der Dienst weit unter dem internen Ziel von 77 Millionen. Analysten bemängeln, dass die Abonnenten kaum zusätzliche Ausgaben tätigen – das Geschäftsmodell lahmt.

Auch die Hardware bereitet Sorgen: Die Xbox-Verkäufe sind seit vier Quartalen rückläufig. Gestiegene Produktionskosten, insbesondere ein Anstieg der Speicherkosten um 250 Prozent, lassen interne Prognosen zufolge den Preis der nächsten Konsolengeneration auf über 1000 Dollar steigen. Ein Lichtblick: Die Cloud-Gaming-Erlöse legten im Jahresvergleich um 14 Prozent zu.

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