Xbox-Preisschock: Series S kostet ab August 499 Euro
04.07.2026 - 17:26:17 | boerse-global.de
Konsolen werden deutlich teurer
Microsoft kündigte für den 1. August 2026 eine umfassende Preiserhöhung für die Xbox Series X|S an. Die günstigste Variante, die 512GB Xbox Series S, kostet dann 499 Euro – ein Aufschlag von rund 150 Euro. Die 1TB-Version derselben Konsole steigt auf 599 Euro. Besonders hart trifft es Käufer der High-End-Modelle: Die Xbox Series X mit Laufwerk kommt auf knapp 800 Euro, die digitale Version auf 750 Euro. Das 2TB-Modell wurde komplett eingestellt.
Hintergrund dieser Entwicklung: Laut Branchenberichten verliert Microsoft derzeit bis zu 200 Dollar pro verkaufter Konsole. Das traditionelle Geschäftsmodell – Hardware mit Verlust verkaufen, um über Spieleverkäufe und Abos Geld zu verdienen – gerät zunehmend unter Druck. Spiele wie Fortnite oder Roblox sind kostenlos spielbar und schwächen den klassischen Spieleverkauf erheblich.
Speicherpreise explodieren
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Die Ursache liegt im globalen Halbleitermarkt. Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Speicherchips in nie gekannte Höhen. Im ersten Quartal 2026 verteuerten sich DRAM-Chips um 90 bis 95 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auch NAND-Flash-Speicher legte im Juni um 8,72 Prozent zu – der 18. Preisanstieg in Folge.
Microsoft rechnet damit, dass sich die Speicherkosten bis Herbst 2027 noch einmal verdoppeln. Die nächste Konsolengeneration mit dem Codenamen Helix soll deshalb komplett auf ein Laufwerk verzichten, um die Produktion günstiger zu halten.
Apple und andere Hersteller ziehen nach
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Auch Apple passte am 2. Juli die Preise an. Das MacBook Neo steigt von 599 auf 699 Euro, das MacBook Pro startet nun bei 1.999 Euro. Nintendo erhöht den Preis der Switch 2 in Südkorea ab September um 17 Prozent. Sony drosselt offenbar die Auslieferungen der PlayStation 5 und hebt ebenfalls die Preise an.
Der Einzelhandel bereitet sich auf ein schwieriges zweites Halbjahr vor. Alex Baldock, CEO der Elektronikkette Currys, warnte am 3. Juli: Die durch KI-Rechenzentren verursachte Speicherknappheit werde Smartphones, Laptops und Fernseher bis Jahresende verteuern. Zwar können einige Händler die Preise dank eingelagerter Ware noch bis September stabil halten – doch Marktforscher erwarten ab Herbst eine deutliche Verschärfung der Lage, da Chip-Hersteller weiterhin margenstarke KI-Komponenten bevorzugen.
