X-Angriff: US-Justizministerium ermittelt gegen Cyberkriminelle
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-Justizministerium und der Nachrichtendienst X arbeiten künftig eng zusammen, um eine Gruppe hochspezialisierter Cyberkrimineller zu identifizieren.
Wie Attorney General Todd Blanche mitteilte, folgte diese Entscheidung auf einen großflächigen Angriff auf das System zur Kontowiederherstellung der Plattform, von dem Hunderttausende Nutzer betroffen waren. Die Ermittlungsbehörden und das Unternehmen von Elon Musk bündeln nun ihre Ressourcen, um die Hintermänner der koordinierten Attacke zu verfolgen.
Laut Berichten von Anfang September stufte Generalstaatsanwalt Todd Blanche die Täter als technologisch versiert ein. Der Angriff zielte spezifisch auf den Mechanismus ab, mit dem Nutzer ihre Passwörter zurücksetzen können.
Trotz der hohen Zahl an anvisierten Konten sei es den Sicherheitssystemen von X gelungen, den Angriff rechtzeitig zu unterbrechen. Den offiziellen Angaben zufolge gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass es zu einer Datenverletzung gekommen ist oder Konten tatsächlich kompromittiert wurden.
Fokus auf Finanzdienste als mögliches Motiv
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Die Hintergründe des Angriffs stehen offenbar in Zusammenhang mit den erweiterten Funktionen der Plattform. Mridul Singhai, ein Product Engineer bei X, wies darauf hin, dass die Angreifer es vermutlich auf die Nutzerkonten abgesehen haben, um Zugriff auf X Money zu erhalten. Dieser Finanzdienst ist seit Juli verfügbar und macht die Profile für Cyberkriminelle finanziell attraktiv.
Darüber hinaus wird vermutet, dass die Hacker die Konten für betrügerische Aktivitäten im Bereich der Kryptowährungen missbrauchen wollten. Branchenexperten weisen darauf hin, dass übernommene Profile häufig genutzt werden, um sogenannte Fake-Airdrops zu verbreiten und so weitere Nutzer um ihre digitalen Vermögenswerte zu bringen.
Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen
Nachdem in den vergangenen Tagen vermehrt Berichte über eine Welle unerwünschter E-Mails zum Zurücksetzen von Passwörtern aufgetaucht waren, hat X eine umfassende Untersuchung eingeleitet.
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James Burnham, General Counsel bei X, bestätigte, dass sowohl die Rechts- als auch die Sicherheitsteams des Unternehmens die Verfolgung der Angreifer aufgenommen haben. Das Ziel sei es, die Verantwortlichen hinter dem versuchten Password-Recovery-Angriff zur Rechenschaft zu ziehen.
Obwohl Hunderttausende Konten im Visier der Angreifer standen, bekräftigte das US-Justizministerium, dass nach aktuellem Kenntnisstand keine Profile erbeutet wurden. Die Behörde untersucht den Vorfall weiterhin intensiv. Die Zusammenarbeit zwischen dem Justizministerium und X unterstreicht die Schwere des Vorfalls, auch wenn der direkte Schaden durch die erfolgreiche Unterbrechung des Angriffs begrenzt werden konnte.
Für die Nutzer bedeutet dies vorerst eine Entwarnung hinsichtlich ihrer Datenintegrität, während die technischen Teams der Plattform weiterhin daran arbeiten, die Resilienz des Wiederherstellungssystems gegenüber solchen Massenangriffen zu stärken.
