Wundsalbe aus Eichenrinde: Tinktur muss mindestens vier Wochen ziehen
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Nutzung pflanzlicher Gerbstoffe besitzt in der traditionellen Naturheilkunde einen festen Stellenwert. Wie ein Bericht des Norddeutschen Rundfunks vom 27. Oktober 2026 ausführt, rückt dabei insbesondere die getrocknete Rinde der Eiche in den Fokus von Ratgebern. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften kommt Eichenrinde vor allem bei der Zubereitung von Hausmitteln wie Gurgellösungen oder speziellen Wundsalben zum Einsatz.
Gurgellösungen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
Ein zentrales Einsatzgebiet der Gerbstoffe liegt in der lokalen Behandlung gereizter Schleimhäute. Für die Zubereitung einer traditionellen Gurgellösung empfiehlt die Kräuter-Bloggerin Isabel Fischer eine Kombination aus Eichenrinde und Salbeiblättern.
Nach ihrer Rezeptur wird ein Esslöffel getrocknete Eichenrinde mit 250 Millilitern Wasser aufgekocht und anschließend rund zehn Minuten lang auf kleiner Flamme geköchelt. Erst gegen Ende der Kochzeit kommt ein Esslöffel Salbeiblätter hinzu, bevor der fertige Sud abgeseiht wird.
Die fertige Flüssigkeit dient der Linderung von Beschwerden bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. In der praktischen Anwendung wird empfohlen, mehrmals täglich mit der Mischung zu gurgeln und den Sud im Anschluss vollständig auszuspucken, um die gereizten Schleimhautbereiche gezielt mit den adstringierenden Pflanzenstoffen zu benetzen.
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Herstellung und Einsatzgebiete von Eichenrinden-Wundsalben
Neben wässrigen Auszügen für die Mundhöhle findet Eichenrinde auch in der äußerlichen Hautpflege Verwendung. Die Grundlage für eine von Fischer beschriebene Wundsalbe bildet ein alkoholischer Auszug. Für diese Tinktur zieht die Eichenrinde in etwa 40-prozentigem Alkohol dunkel durch. Der Prozess nimmt mindestens vier Wochen in Anspruch, wobei eine Ziehzeit von sechs bis acht Wochen als optimal gilt.
Die eigentliche Salbenbasis setzt sich nach Fischers Vorgaben aus mehreren Komponenten zusammen:
- 40 Milliliter der vorbereiteten Eichenrinden-Tinktur
- 60 Milliliter Pflanzenöl
- 40 Gramm Lanolin
- 6,5 Gramm Bienenwachs
- optional etwa 10 Tropfen eines ätherischen Öls
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Die Anwendungsbereiche dieser reichhaltigen Salbe sind vielfältig. Sie wird zur Pflege bei rissiger sowie trockener Haut genutzt und kommt zudem begleitend bei Beschwerden durch Hämorrhoiden zum Einsatz. Darüber hinaus lässt sich das Mittel bei kleinen nässenden Wunden sowie bei Ekzemen auftragen, um die Regeneration der betroffenen Hautstellen zu unterstützen.
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von NDR.
