WSUS-Fehler, Patch-Verwaltung

WSUS-Fehler legt Patch-Verwaltung lahm: Microsoft veröffentlicht KB5121986

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Metadaten-Überlauf in der WSUS-Datenbank blockiert kritische Juli-Updates. Microsoft verlangt von Administratoren eine manuelle Bereinigung der SUSDB.

WSUS-Datenbank-Chaos: Admins müssen Sicherheitsupdates manuell reparieren
Reihen beleuchteter Server-Racks in einem modernen Rechenzentrum, die Unternehmens-IT und Netzwerkinfrastruktur repräsentieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Betroffen sind kritische Sicherheitsupdates – und Microsoft verlangt nun Handarbeit von Admins.

Datenbank-Chaos: So retten Admins ihre WSUS-Installation

Seit dem 13. Juli kämpfen Administratoren mit Synchronisationsfehlern und Timeouts. Die Ursache: Ein Überlauf an Metadaten in der WSUS-Datenbank (SUSDB). Microsoft veröffentlichte am heutigen Dienstag unter der Kennung KB5121986 eine Anleitung zur manuellen Bereinigung.

Konkret haben sich sogenannte Test-Detectoids – Prüfmarker in der Datenbank – angesammelt. Die Folge: Synchronisationen laufen ins Leere, Clients quittieren mit Fehlercodes wie 0x80244010, 0x8024400E oder HTTP 503.

Zwar hatte Microsoft bereits am 18. Juli eine automatische Korrektur auf der Serverseite eingespielt. Doch die hilft nur neuen WSUS-Installationen. Bestehende Systeme erfordern einen manuellen Eingriff: Admins müssen die SUSDB sichern, einen SQL-Bereinigungsbefehl ausführen und die MaxXMLPerRequest-Konfiguration temporär anpassen.

Die Panne trifft Unternehmen hart. Denn betroffen sind die Juli-Sicherheitsupdates – darunter Patches für zwei kritische Zero-Day-Lücken: CVE-2026-56164 (SharePoint, CVSS 9,8) und CVE-2026-56155 (Active Directory Federation Services).

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Neue Zero-Day-Lücke bedroht Windows-Server

Und es kommt noch dicker: Sicherheitsforscher haben eine weitere Schwachstelle namens „LegacyHive" entdeckt. Der Entdecker mit dem Pseudonym Nightmare Eclipse veröffentlichte am 14. Juli einen Proof-of-Concept.

Die Lücke steckt im Windows User Profile Service. Ein lokaler Nutzer ohne Admin-Rechte kann damit die Registry-Hive eines anderen Benutzers mit Vollzugriff mounten. Das ermöglicht den Diebstahl sensibler Daten oder die Ausführung von Schadcode, sobald ein Administrator sich anmeldet.

Microsoft prüft den Vorfall noch. Ein offizieller Patch liegt nicht vor. ACROS Security hat über seinen 0Patch-Dienst bereits Mikro-Patches für Windows Server 2019 und neuer sowie Windows 10 ab Version 2004 bereitgestellt.

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Windows Server 2025: Cloud-Features zicken

Auch der Umstieg auf Windows Server 2025 bereitet Kopfzerbrechen. Nutzer der Datacenter Azure Edition berichten von Aktivierungsproblemen: Virtuelle Maschinen erhalten keinen Token vom Azure Instance Metadata Service (IMDS).

Microsoft empfiehlt Diagnoseschritte wie das Abfragen des IMDS unter seiner IP-Adresse und die Prüfung von Zertifikatsketten. Führt das nicht zum Ziel, sollen Admins formelle Support-Anfragen stellen.

Immerhin: Die Hardware-Integration für das neue Betriebssystem schreitet voran. Dell aktualisierte seine OpenManage-Integration für Microsofts Windows Admin Center auf Version 3.6. Die Neuerung unterstützt Windows Defender Application Control (WDAC) speziell für Server 2025. Dazu kommen verbesserte Hardware-Alarmabfragen und BitLocker-Verwaltung für PowerEdge-Server und Failover-Cluster.

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