Workday übernimmt C1.ai: Zukauf soll KI-Agenten sicherer steuern
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern Workday hat einen definitiven Vertrag zur Übernahme von C1.ai unterzeichnet. Das Unternehmen ist auf Identity-Governance spezialisiert und verwaltet Zugriffsrechte sowohl für menschliche Arbeitskräfte als auch für autonome Software-Agenten.
Über die finanziellen Bedingungen der Transaktion machten die beteiligten Parteien keine Angaben. Der Abschluss der Akquisition wird für das vierte Quartal von Workdays Fiskaljahr 2027 erwartet, das am 31. Januar 2027 endet.
Mit dem Zukauf baut Workday die Sicherheitsarchitektur für seine KI-gestützten Unternehmensdienste aus. Technologisch setzt C1.ai direkt auf dem Agent System of Record von Workday auf.
Nach Angaben von Alex Bovee, Chief Executive Officer von C1.ai, fungiert das System als Durchsetzungsschicht zur Laufzeit, die KI-Agenten bedarfsgerechte Zugriffsrechte nach dem Just-in-Time-Prinzip zuweist. Unternehmen sollen dadurch automatisierte Systeme flexibel einsetzen können, ohne Abstriche bei Governance und Datenschutz hinnehmen zu müssen.
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Einbettung in die KI-Plattform Work Intelligence
Der Zukauf ergänzt die kürzlich auf der Konferenz Workday Rising 2026 vorgestellte Lösung Work Intelligence. Diese Anwendung analysiert bestehende Stellenprofile, zerlegt sie in einzelne Aufgaben und gleicht sie mit entsprechenden Kompetenzen ab.
Das System zeigt Unternehmen auf, welche Prozesse vollständig, teilweise oder ganz ohne künstliche Intelligenz abgewickelt werden können. Derzeit steht Work Intelligence ausgewählten Kunden von Workdays Human-Capital-Management-Lösung im Rahmen eines Early-Access-Programms zur Verfügung.
Work Intelligence stützt sich technisch auf die bestehende Workday Skills Cloud. Diese umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 75.000 standardisierte Fähigkeiten und wird von über 3.450 Kunden genutzt.
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Zudem ist das Tool mit Workday Decision Intelligence verknüpft, womit sich die Kosten von Weiterbildungsmaßnahmen mit jenen für Neueinstellungen vergleichen lassen, sowie mit Workday Learning. Workday hob hervor, dass Work Intelligence keine eigenständigen personenbezogenen Entscheidungen treffe.
Nikki Helmer, Vice President für Talent Management und Insights bei Workday, betonte, dass sich die grundlegende Einheit der betrieblichen Arbeitsorganisation zunehmend von der festen Planstelle hin zu einzelnen Aufgaben verschiebe.
Diese Entwicklung stößt bei vielen Beschäftigten auf Offenheit: Laut dem 2026 Workday Global Workforce Report gehen 76 Prozent der intensiven Nutzer von künstlicher Intelligenz davon aus, dass die Technologie neue berufliche Perspektiven und Karrierechancen eröffnet.
