Wohnungssicherheit: Experten empfehlen mindestens zwei Feuerlöscher
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 23:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Sicherheit im privaten Wohnraum rückt angesichts hoher Unfallzahlen verstärkt in den Fokus präventiver Maßnahmen. Nach Einschätzung der Aktion Das sichere Haus (DSH) reicht ein einzelner Feuerlöscher in vielen Wohnungen oder Eigenheimen oft nicht aus, um im Brandfall schnell und gezielt reagieren zu können.
Die Organisation spricht sich daher dafür aus, pro Haushalt mindestens zwei Feuerlöscher vorzuhalten, um die Sicherheit im Wohnbereich spürbar zu erhöhen.
Strategische Verteilung und geeignete Gerätetypen
Für einen wirkungsvollen Schutz kommt es nicht nur auf das Vorhandensein von Löschgeräten an, sondern auch auf deren Art und Standort. Nach den Empfehlungen der DSH sollten Bewohner auf eine Kombination zweier Modelle setzen.
Für den Küchenbereich rät die Organisation zu einem handlichen Fettbrandlöscher der Brandklasse ABF, der unmittelbar neben dem Herd platziert werden sollte. Bei Fettbränden ist der Einsatz falscher Löschmittel wie Wasser extrem gefährlich, weshalb ein spezialisiertes Gerät griffbereit sein muss.
Als Ergänzung empfiehlt die DSH einen größeren Schaumlöscher, der ebenfalls der Brandklasse ABF entspricht. Dieser Löscher sollte an einer zentralen Stelle untergebracht werden, vorzugsweise im Flur oder im Treppenbereich. Von dort aus ist das Gerät im Brandfall auch aus angrenzenden Räumen zügig erreichbar.
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Qualitätskriterien und Risiken minderwertiger Produkte
Beim Erwerb entsprechender Geräte sollten Verbraucher gezielt auf verlässliche Standards achten. Als wesentliche Kaufkriterien nennt die DSH die Einhaltung der Norm „DIN EN 3“ sowie das CE-Zeichen. Zudem tragen manche Modelle das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Erkennbar sind geprüfte Geräte an der standardisierten Farbgebung in Feuerrot (RAL 3000).
Zugleich warnt die Organisation eindringlich vor dem Einsatz von Billigprodukten. Geräte mangelhafter Qualität weisen nach DSH-Angaben oft eine zu kurze Wurfweite auf. Dies zwingt Anwender dazu, sich den Flammen gefährlich weit zu nähern, was im Ernstfall lebensgefährlich ist.
Häusliche Unfälle als unterschätzte Gefahr
Die Empfehlungen zur Anschaffung von Feuerlöschern stehen im Kontext einer allgemeinen Gefahrenvorsorge im Eigenheim. Wie die DSH darlegt, stellt das häusliche Umfeld einen oft unterschätzten Gefahrenbereich dar: In Deutschland kommt es pro Jahr zu rund 7 Mio. häuslichen Unfällen.
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Die Folgen sind schwerwiegend, da jährlich mehr als 16.600 Tote durch häusliche Unfälle zu verzeichnen sind. Vor diesem Hintergrund gilt eine adäquate brandschutztechnische Ausstattung als wichtiger Baustein, um schwerwiegende Personen- und Sachschäden im Ernstfall zu verhindern.
