Wohntrend 2026: Macchiato und Erdtöne ersetzen Weiß
12.06.2026 - 08:02:45 | boerse-global.de
Stattdessen setzen Designer 2026 auf Farben, die beruhigen und erden. „Macchiato“ – ein Beige-Braun-Ton – ist die Trendfarbe des Jahres. Dazu gesellen sich Erdtöne, Khaki, Blau und Salbeigrün als neue Neutralfarbe.
Zurück zur Natur – und zur Farbe
Doch es geht nicht nur dezent zu. Pink und Rot feiern ein Comeback, vor allem bei Accessoires. Auch Küchen werden farbiger: Azurblau, Petrol oder Minzgrün sorgen für Eleganz und optische Weite. Ein Beispiel: Cappuccino-Töne kombiniert mit Vitrinenelementen aus Bronzeglas.
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Die Farben wirken direkt aufs Nervensystem. Sie sollen beruhigen und erden – ein Gegenentwurf zur sterilen Funktionalität vergangener Jahre.
Die Küche als neuer Mittelpunkt
Offene Wohnküchen sind der neue Standard. Sie vereinen Kochen, Arbeiten und Rückzug – sogenannte „Me-Spaces“ inklusive. Das preisgekrönte Musterhaus „Vilago“ zeigt, wie das aussieht: Bauhaus trifft auf nachhaltige Holzbauweise, auf 194 Quadratmetern entsteht ein flexibles Zuhause.
Die Industrie reagiert. Häcker Küchen lässt seine Produkte vom TÜV Rheinland prüfen. Beckermann Küchen aus Niedersachsen exportiert inzwischen 67 Prozent seiner Produktion. Der Fachhandel bleibt wichtig – mit Marken von Villeroy & Boch bis nobilia und Siemens.
Weniger ist mehr: Warm Minimalism
Selbst auf 25 Quadratmetern entsteht Designqualität. Ein Atelier in Krakau beweist das: Strukturputz, schwarze Decke, restaurierte Möbel. Das Konzept heißt „Warm Minimalism“ – und geht über die Wohnung hinaus.
Die „Capsule Wardrobe“ empfiehlt 30 bis 40 Kleidungsstücke pro Saison. Grund: Die meisten Menschen tragen nur einen Bruchteil ihres Schranks.
Auch beim Schlaf wird reduziert. Hästens setzt auf natürliche Materialien und reizarme Umgebungen. Ideal: 16 bis 19 Grad Raumtemperatur, wenig Licht, das Schlafzimmer als reiner Erholungsort.
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Wohnen im ökologischen Gefüge
Der Baukulturbericht vom 11. Juni 2026 zeigt: Mieter und Käufer achten nicht nur auf die Wohnung selbst. Soziales Umfeld, Sicherheit und Sauberkeit sind entscheidend. Wer diese Faktoren vernachlässigt, riskiert Fehlentwicklungen in der Stadt.
In Berlin-Mitte läuft eine Ausstellung zum „Blau-Grünen Bauen“. Gezeigt werden Fassadenbegrünungen und Regenwasserspeicher – Antworten auf Hitze und Starkregen. Wohnraum wird nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil eines größeren Ganzen.
