Wohngeld-Kürzung, Haushalte

Wohngeld-Kürzung: 400.000 Haushalte verlieren Anspruch

20.06.2026 - 03:50:29 | boerse-global.de

Bundesbauministerin Hubertz kündigt Kürzung der Wohngeldausgaben um zwei Milliarden Euro an. Rund 400.000 Haushalte verlieren ihren Anspruch.

Wohngeld-Kürzung: Hubertz bestätigt Milliarden-Einsparungen
Wohngeld-Kürzung - Eine Hand legt ein kleines Haus-Symbol auf einen Stapel Münzen, im Hintergrund verschwommene Regierungsdokumente. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die jährlichen Ausgaben sollen von fünf auf drei Milliarden Euro sinken. Betroffen ist rund ein Drittel der bisherigen Empfänger.

Bund und Länder teilen sich die Last

Die geplanten Kürzungen belaufen sich auf insgesamt zwei Milliarden Euro. Jeweils eine Milliarde sollen Bund und Länder weniger für die Sozialleistung bereitstellen. Als Grund nannte Hubertz die angespannte Haushaltslage.

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Ein entsprechender Gesetzesentwurf befindet sich bereits in der Ressortabstimmung. Bevor die Neuregelung in Kraft treten kann, muss noch das Bundeskabinett zustimmen.

400.000 Haushalte verlieren Anspruch

Die Verschärfung der Anspruchskriterien trifft vor allem Haushalte an der oberen Einkommensgrenze. 2024 bezogen rund 1,2 Millionen Haushalte Wohngeld. Künftig sollen es etwa 400.000 weniger sein.

Die Sozialstruktur der Empfänger zeigt eine hohe Betroffenheit vulnerabler Gruppen:

  • Rund 52 Prozent der Wohngeldempfänger sind Rentner.
  • Etwa 44 Prozent der Leistungen gehen an Familien.

Immerhin: Bereits bewilligte Bescheide behalten ihre Gültigkeit. Eine Bestandsschutzregelung verhindert vorzeitige Streichungen für aktuelle Bezieher.

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Opposition und Verbände laufen Sturm

Die Ankündigung löste umgehend kontroverse Debatten aus. Linken-Chefin Ines Schwerdtner kritisierte das Vorhaben scharf. Auch Vertreter der Grünen und der Deutsche Mieterbund meldeten deutliche Bedenken an.

Die Kritiker warnen vor den sozialen Folgen. Besonders die Wohnkostenbelastung für Geringverdiener und Senioren bereitet Sorgen. Die Befürchtung: Die Kürzungen könnten den Druck auf den Wohnungsmarkt weiter erhöhen und die finanzielle Stabilität vieler Haushalte gefährden.

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