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OLED, LCD

Wird die LCD-Technik abgelöst?

21.07.2020 - 16:30:00

Wenn Sie heutzutage einen neuen Fernseher kaufen möchten, dann werden Sie mit Sicherheit irgendwo den Hype um die moderneren OLED-Modelle mitbekommen haben. Sie sind dünn, sehr leicht und bieten einen unglaublichen Kontrast bzw. Farbe. Doch es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen und vor allem Technologien am Markt und OLED ist nur eine davon.

Was ist mit der LCD-Technologie? Hat sie bereits ausgedient? Bevor Sie sich einen neuen Fernseher ins Wohnzimmer stellen schadet es nicht, wenn Sie sich ein paar grundlegende Informationen einverleiben. Da neue Fernseher über einen Internetanschluss verfügen, rückt das klassische Fernsehen immer weiter in den Hintergrund. Das Spielen neuster Games, der Besuch im Online Casino oder die Nutzung von YouTube erfolgt schon lange nicht mehr nur über den PC. Doch sehen wir uns einmal an, worum es sich bei OLED Bildschirmen überhaupt handelt.

 
Quelle: pixabay.com

OLED – Was ist das?

Der Begriff "OLED" steht für organische Leuchtdiode. OLEDs haben die Eigenschaft, mit einer einzigen Diode sowohl Licht als auch Farbe erzeugen zu können, sobald sie mit Strom versorgt werden. Das bedeutet, dass OLED-Fernseher keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung benötigen, wie dies bei herkömmlichen LCD-Fernsehern der Fall ist. Ein Pixel ist eine in sich geschlossene Lichtquelle, die Farben in individuellen Leuchtstärken produzieren kann.

Dazu kommen noch ein paar weitere Vorteile von OLED-Bildschirmen:

  • dünn
  • flexibel / biegbar
  • bieten starken Kontrast
  • verfügen über optimale Schwarzwerte
  • größere Sichtwinkel

OLED-Bildschirme haben prinzipiell den Vorteil, dass sie besonders dünn sein können, da keine Lichtquelle im Hintergrund benötigt wird. Zudem kann man Bildschirme bauen, die gewölbt und sogar biegbar sind. Dies eröffnet völlig neue Anwendungsgebiete.

Der aber wohl größte Vorteil von OLED-Bildschirmen besteht darin, dass jeder einzelne Pixel seine eigene Helligkeit und Leistung erhält. Wenn ein Pixel aktiv ist, strahlt es Licht ab und wenn ein Pixel ausgeschaltet ist, gibt es überhaupt kein Licht ab und ist komplett schwarz.

OLED-Bildschirme verfügen auch über bessere Sichtwinkel. Betrachtet man einen Bildschirm von der Seite in schrägem Winkel zum Panel, nimmt irgendwann die Helligkeit und Farbintensität ab. OLED-Bildschirme bieten hier eine deutlich größere Flexibilität, sodass sie auch bei seitlichem Betrachten noch gute Werte präsentieren können. Obwohl die besten LCD-Bildschirme in diesem Bereich relativ gute Ergebnisse vorweisen, so sind OLED-Bildschirme dennoch deutlich besser aufgestellt.

Aber wie genau funktionieren LCD-Bildschirme im Vergleich zu OLEDs?

Wie funktionieren LCD-Bildschirme?

Ein LCD-TV besteht aus zwei Elementen, nämlich einem LCD-Bildschirm und einer sich direkt dahinter befindenden Hintergrundbeleuchtung. Der LCD-Bildschirm enthält die Pixel, aus denen das Bild eines Fernsehgeräts besteht. Alleine diese Pixel sind jedoch nicht sichtbar. Sie benötigen eine Hintergrundbeleuchtung, die Licht durch ein Pixel strahlen lässt. Erst dann, kann man Helligkeit und Farbe sehen.

In der Regel können LCD-Bildschirme zwar bei weitem nicht mit so guten Schwarzwerten und Kontrasten punkten, wie dies bei OLEDs der Fall ist, doch in Sachen Helligkeit sind LCD-Fernseher noch immer merkbar heller.

Sind LCD-Bildschirme konkurrenzfähig?

Auch wenn es den Anschein hat, als ob LCD-Bildschirme der Vergangenheit angehören, so ist die Sache nicht ganz so einfach.

OLED-Fernseher verbrauchen mehr Energie, als die LCD Konkurrenz. Zudem sind OLEDs anfälliger auf den so genannten "burn in"-Effekt, auch Einbrennen genannt. Das bedeutet, dass sich statische Bilder (z.B. Menüpunkte) auf OLED-Bildschirmen in das Panel "einbrennen" können. Dies geschieht durch die unterschiedlich starke Beanspruchung der einzelnen Pixel. Dieser Effekt war vor allem bei alten Röhrenmonitoren und Plasmabildschirmen stark zu sehen.

Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, dass OLED-Bildschirme häufiger in Fernsehern, als in Computermonitoren ihre Anwendung finden, da es auf Fernsehern in der Regel weniger Standbilder gibt, als beim Arbeiten auf einem Computer.

Klar ist auch, dass OLED-Bildschirme deutlich teurer sind, als ihre älteren LCD-Kollegen.

Letztendlich sieht es so aus, als ob die OLED-Technologie auf dem Vormarsch ist, doch eine gewisse Anzahl an grundlegenden Nachteilen lässt noch Fragen offen, ob in ein paar Jahren nur noch OLED-Bildschirme auf dem Markt zu finden sein werden oder nicht. In Sachen Bildqualität, Gewicht und Flexibilität gewinnt OLED, doch in Hinsicht auf das Preis-Leistungsverhältnis behalten LCD-Bildschirme zumindest momentan noch die Oberhand.