WinGet, Microsoft

WinGet 1.29.280: Microsoft behebt kritischen Absturz-Fehler

25.06.2026 - 09:38:38 | boerse-global.de

Microsofts Paketmanager WinGet erhält in Version 1.29.280 experimentelle Quellenpriorisierung und behebt einen kritischen Absturzfehler.

Microsoft WinGet 1.29.280: Neue Funktionen und Fehlerbehebungen
WinGet - Digitale Darstellung von Datenflüssen zwischen Servern und Computern, symbolisiert Paketverwaltung und Systemaktualisierungen. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Version 1.29.280 bringt experimentelle Funktionen und technische Verbesserungen für Nutzer und Administratoren.

Mehr Kontrolle über Paketquellen

Die neue Version führt eine experimentelle „sourcePriority"-Funktion ein. Damit können Anwender die Reihenfolge verschiedener Paketquellen selbst bestimmen. Ergänzend kommt eine neue Standardpriorität für Installationsprogramme: MSIX-Pakete haben Vorrang, gefolgt von MSI-, Nullsoft/Inno- und portablen Formaten.

Für automatisierte Umgebungen und Skripte gibt es jetzt ein --no-progress-Flag, das Fortschrittsanzeigen unterdrückt. Der Export- und Import-Prozess bewahrt zudem benutzerdefinierte Installationsargumente – ein wichtiger Schritt für die Migration von Software-Umgebungen. Der list-Befehl unterstützt nun auch Sortierfunktionen, und das PowerShell-Modul nutzt automatisch authentifizierte GitHub-API-Tokens für mehr Zuverlässigkeit.

Stabilität im Fokus

Ein zentrales Anliegen von Version 1.29.280 ist die Behebung eines spezifischen Stabilitätsproblems. Die Entwickler haben einen Absturz (Fehler 0x8000ffff) gefixt, der auftrat, wenn Nutzer das --disable-interactivity-Flag zusammen mit der experimentellen Resume-Funktion verwendeten.

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Das Update verbessert außerdem die Benennungsstrategie für Log-Dateien und führt Unterstützung für MCP-Upgrades (Model Context Protocol) ein. Diese Änderungen sollen Administratoren die Diagnose bei großflächigen Bereitstellungen erleichtern.

WinGet als Konfigurationsmanager

Auf der PowerShell Conference EU am 24. Juni 2026 erläuterte Microsoft Program Manager Demitrius Nelon die Rolle von WinGet als Konfigurationsmanager. Nelon hob Funktionen neuerer Versionen hervor – darunter die Möglichkeit, installierte Pakete, Windows-Einstellungen und DSC-v3-Konfigurationen (Desired State Configuration) in einem einzigen Export zu erfassen.

Die Präsentation thematisierte auch „WinGet Studio", eine experimentelle grafische Benutzeroberfläche zur Paketverwaltung. Beobachter sehen darin eine konsequente Weiterentwicklung: Microsoft integriert erfolgreiche Konzepte aus der Community und von Enthusiasten-Projekten, um die nativen Windows-Funktionen zu verbessern.

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Blick in die Zukunft

Während die Testversion 1.29.280 in der Erprobung ist, zeichnen sich bereits nächste Anforderungen ab. Aktuelle Rückmeldungen aus dieser Woche fordern eine automatische Update-Prüfung beim Aktualisieren des Paketindex. Die Idee: Das Tool soll sich selbst aktualisieren oder den Nutzer dazu auffordern – noch bevor umfassende Systemwartungen beginnen.

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