Windows-Update KB5121767: Notfall-Patch blockiert Finanzsoftware
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein dringendes Windows-Update sollte Dell-Computer retten – jetzt blockiert es Finanzprogramme.
Der am 18. Juli veröffentlichte Notfall-Patch KB5121767 hat die angestrebten Hardware-Probleme auf Dell-Rechnern zwar behoben. Doch der Schuss ging nach hinten los: Nutzer der weit verbreiteten Finanzsoftware SFirm und Starmoney melden seitdem massive Ausfälle.
Wenn die Sicherheitssoftware blockiert
Nach der Installation des Updates verweigern beide Programme den Dienst. Bei SFirm stoppt das integrierte Sicherheitsmodul den Start – mit der Fehlermeldung Code 104. Starmoney-Nutzer sehen stattdessen den Fehler -1073741755. Besonders ärgerlich: Betroffen sind vor allem Systeme mit Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2.
Ein vorläufiger Workaround existiert zwar, eine dauerhafte Lösung wird aber erst entwickelt. Für Unternehmen und Selbstständige, die auf die Banking-Software angewiesen sind, bedeutet das eine ungewisse Übergangszeit.
Warum der Notfall-Patch nötig war
Die Ursprungskrise war heftig: Dell-Notebooks und Desktop-Computer stürzten unerwartet ab, wurden heiß, liefen träge und die Akkus entluden sich rasant. Der Grund war ein Konflikt zwischen dem Intel-IPF-Prozessortreiber und der neuen USB-C-Connection-Manager-Schnittstelle von Windows.
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Eingeschleppt wurde das Problem durch ein Preview-Update (KB5095093) vom 23. Juni 2026. Die Folgen waren so gravierend, dass Microsoft betroffene Dell-Geräte vorübergehend vom regulären Juli-Sicherheitsupdate (KB5101650) ausgeschlossen hatte – bis der Notfall-Patch bereitstand.
Welche Dell-Modelle betroffen sind
Die Performance-Probleme traten vor allem bei Highend-Geräten auf:
- Dell Pro Max 14 Premium (MA14250)
- Dell Pro Max 16 Premium (MA16250)
- Dell XPS 17 9720
- Dell XPS 17 9730
Für diese Modelle ist KB5121767 kumulativ und hebt die Systeme auf die OS-Builds 26100.8894 oder 26200.8894. Ein Begleit-Update (KB5121768) gibt es für Windows 11 Enterprise LTSC 2024. Microsoft empfiehlt den Patch nur für Nutzer, die tatsächlich unter den thermischen und Stromproblemen leiden.
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Update-Infrastruktur unter Druck
Der Notfall-Patch fällt in eine ohnehin schwierige Phase für Windows-Updates. Seit dem 13. Juli kämpft der Windows Server Update Services (WSUS) mit Synchronisationsproblemen. Grund ist ein Überlauf an Metadaten, der zu langen Sync-Zeiten und Timeouts führt.
Eine erste Abhilfe für neue WSUS-Installationen gibt es seit dem 18. Juli. Ein vollständiger Fix für bestehende Server lässt aber noch auf sich warten. Zudem müssen Admins in diesem Update-Zyklus mit mehreren Neustarts rechnen – verursacht durch Secure-Boot-Zertifikatswechsel und .NET-Framework-Updates. Microsoft bezeichnet dies als normal für den aktuellen Zyklus.
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