Windows-Update KB5095093: Bug ließ Datei auf 500 GB anwachsen
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 08:08 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Microsoft rüstet Windows 11 mit einer Reihe von Updates auf – von Hardware-Transparenz über KI-Verwaltung bis zur Cloud-Wiederherstellung. Die Neuerungen zielen darauf ab, Nutzern mehr Kontrolle über ihre Systeme zu geben und gleichzeitig Speicherplatz zurückzugewinnen.
PC Insights: Der Blick unter die Haube
Eine neue Funktion namens PC Insights rollt derzeit für Windows-11-Nutzer in den USA aus. Die optionale Erweiterung erlaubt dem Copilot-Interface eine detaillierte Analyse der Systemhardware – inklusive Auslastung von CPU, RAM und GPU. Auch der Zustand der Speichermedien, USB-Verbindungen, Netzwerkleistung und Akkustatus werden überwacht.
Doch die Transparenz hat ihren Preis: Technische Analysen zeigen, dass die Copilot-Oberfläche selbst während des Betriebs bis zu 1 GB Arbeitsspeicher belegen kann. Microsoft versichert, dass PC Insights keine persönlichen Dateien für Trainingszwecke nutzt.
KI-Modelle aufräumen: Speicherplatz zurückgewinnen
Angesichts wachsender Hardware-Anforderungen KI-integrierter Betriebssysteme testet Microsoft neue Wege, um lokale KI-Assets zu verwalten. Eine aktuelle Vorschauversion (Build 26300.8553) enthält eine versteckte Option in den Systemeinstellungen, die das Deinstallieren lokaler KI-Modelle erlaubt.
Konkret lässt sich das Phi-Silica-Modell entfernen, das über 2,59 GB Festplattenspeicher belegt. Diese Verwaltungsfunktion ist besonders für Copilot+-PCs relevant – Geräte mit mindestens 16 GB RAM, 256 GB Speicher und einer Neural Processing Unit (NPU) mit 40 TOPS Leistung.
Ein weiteres Speicherproblem hat Microsoft mit dem Update KB5095093 behoben. Ein Bug in der Datei CapabilityAccessManager.db-wal – einer Berechtigungsprotokolldatei im ProgramData-Ordner – ließ diese auf manchen Systemen auf bis zu 500 GB anwachsen. Das Update verhindert nun ein solches unkontrolliertes Wachstum.
Der Bug im Update KB5095093 ließ die Datei CapabilityAccessManager.db-wal auf bis zu 500 GB anwachsen – ein unkontrolliertes Dateiwachstum, das Ihren Speicher frisst. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung finden und entfernen Sie den Speicherfresser und gewinnen Platz zurück. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Cloud-Rebuild: Windows-Neuinstallation ohne USB-Stick
Eine neue Wiederherstellungsfunktion namens Cloud Rebuild ermöglicht die Neuinstallation von Windows 11 direkt aus der Cloud – und zwar über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE). Statt physischer USB-Medien oder lokaler Wiederherstellungspartitionen lädt das System ein frisches Image und die nötigen Treiber direkt von Windows Update.
Wichtig: Der Prozess ist destruktiv – die Systemfestplatte wird formatiert, alle vorhandenen Daten werden gelöscht.
Parallel testet Microsoft in internen Builds einen vereinheitlichten Neustartprozess. Dieser soll mehrere Update-Typen – kumulative Updates, Treiberupdates und .NET-Framework-Updates – in einem einzigen Systemneustart zusammenfassen. Firmware-Updates bleiben vorerst von dieser Zusammenlegung ausgenommen.
Grafik-Boost: Schnellere Ladezeiten für AMD-Grafikkarten
Neben dem 500-GB-Bug belegen unnötige KI-Modelle wie Phi-Silica über 2,59 GB Festplattenspeicher. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie diese Modelle sicher deinstallieren und Ihre Systemleistung verbessern – ohne Risiko. Speicherplatz-Leitfaden jetzt sichern
Microsoft hat seine Advanced Shader Delivery (ASD)-Technologie auf alle AMD-Radeon-GPUs ab der RX-5000-Serie ausgeweitet. Verfügbar über die Xbox-PC-App unter Windows 11 Version 24H2, kompiliert die Technologie Shader vorab und verkürzt so Ladezeiten deutlich. Tests bei bestimmten Titeln zeigten Reduzierungen von bis zu 95 Prozent.
Im Entwicklerbereich bringt das Zed 1.10-Update Unterstützung für lokale KI-Modelle via llama.cpp. Die Integration stellt sicher, dass Code während der Entwicklung auf dem lokalen Rechner bleibt. Zudem wurden die Standard-Formatierungseinstellungen für JavaScript- und TypeScript-Dateien angepasst.
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