Windows-Update-Fehler MO1332784: Microsoft stoppt unkontrollierte Treiber
04.06.2026 - 23:26:10 | boerse-global.de
Microsoft reagierte am 3. Juni und stoppte die ungewollten Treiber-Installationen.
Unkontrollierte Updates legten Netzwerke lahm
Der Vorfall mit der Kennung MO1332784 betraf den Windows-Update-Zwischenspeicherdienst. Durch den technischen Fehler ignorierten verwaltete Geräte lokale und Gruppenrichtlinien, die automatische Treiber-Installationen eigentlich unterbinden sollten. Zehntausende Systeme erhielten daraufhin unerwünschte Updates – vor allem Audio- und Videotreiber.
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Besonders problematisch: Die unautorisierten Treiber-Pushes überschrieben bestehende Konfigurationen. In vielen Unternehmen brach daraufhin die Kommunikation zwischen Arbeitsplätzen und Netzwerkdruckern zusammen. Die Folge waren wochenlange Verbindungsprobleme mit Multifunktionsgeräten verschiedener Hersteller.
Manuelle Lösungen für betroffene Drucker
Am 2. Juni meldeten Admins hartnäckige Installationsprobleme mit Geräten wie dem Brother MFC-L2760DW. Zwar ließ sich die Firmware aktualisieren, doch die zugehörigen Treiber installierten sich ohne Fehlermeldung nicht. Branchenexperten empfehlen in solchen Fällen manuelle Eingriffe: Drucker über die Windows-Systemeinstellungen hinzufügen, generische Treiber nutzen und den Druckspooler-Dienst neu starten.
Auch Epson reagierte am 3. Juni mit einer aktualisierten Anleitung. Der Hersteller rät, Treiber gezielt von der Support-Website herunterzuladen – statt auf die automatische Erkennung per USB oder WLAN zu vertrauen.
Sicherheitslücken erschweren Druckerverwaltung
Die Treiber-Probleme sind nicht die einzige Baustelle. Am 3. Juni warnten Sicherheitsforscher vor einer ungepatchten Schwachstelle im Windows-Search-URI-Handler. Angreifer können darüber NTLMv2-Hashes durch manipulierte Links abgreifen. Die Empfehlung: ausgehenden SMB-Verkehr auf den Ports 445 und 139 blockieren.
Microsoft kündigte zudem an, das NTLM-Authentifizierungsprotokoll schrittweise abzuschaffen. Künftige Versionen von Windows 11 und Windows Server schalten NTLM standardmäßig ab – zugunsten von Kerberos-Alternativen wie IAKerb und LocalKDC. Für Druckerhersteller bedeutet das: Sie müssen ihre älteren Authentifizierungsmethoden anpassen.
Zusätzlichen Druck macht die aktive Ausnutzung von CVE-2026-41089. Diese kritische Netlogon-Schwachstelle (CVSS-Score 9,8) erhielt zwar am 12. Mai einen Patch, doch die belgische Cybersicherheitsbehörde warnte am 29. Mai, dass Angreifer die Lücke weiterhin für Code-Ausführung auf Domain-Controllern nutzen.
Neue Hardware trotz Software-Problemen
Während Microsoft die Software-Seite in den Griff zu bekommen versucht, bringen die Hersteller frische Hardware auf den Markt. SHARP launchte am 4. Juni die BP-71C-, BP-61C- und BP-51C-Serien für den asiatischen Markt. Die A3-Farbmultifunktionsgeräte bestehen zu 50 Prozent aus Recycling-Kunststoff, bieten KI-gestütztes Scannen und sichern sich per Microsoft Entra ID ab.
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Canon erweiterte am 3. Juni seine imageFORCE-Reihe um die Serien C3100 und 4100. Die Geräte drucken mit 4800x2400 dpi und sollen Unternehmen helfen, ihre Druckerflotten zu vereinheitlichen.
Linux als Ausweg aus dem Treiber-Chaos
Für Nutzer, die Windows-spezifische Treiberkonflikte vermeiden wollen, bietet sich das Linux-Ökosystem an. Das OpenPrinting-Projekt stellte am 2. Juni „Printer Applications" vor – einen neuen Ansatz, der treiberloses IPP-Drucken emuliert und traditionelle PPD-Dateien überflüssig macht. Die Entwicklung erleichtert Herstellern die Treiber-Entwicklung für Linux-Distributionen wie Fedora 43 und 44 und setzt auf sandboxed Software-Pakete.
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