Windows, USBSTOR

Windows und USBSTOR: Microsoft weist Vorwurf der Nutzerüberwachung zurück

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Windows speichert laut Microsoft Geräteangaben für die schnellere Einrichtung, erfasst aber keine Dateien und sendet keine Daten nach außen.

Microsoft weist Überwachungsvorwürfe zu USB-Geräten unter Windows zurück
Ein aufgeräumter, leerer Schreibtisch in einem hellen, minimalistischen Büro bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat Berichten widersprochen, wonach Windows das Nutzungsverhalten von USB-Geräten überwache. Nach dem Abziehen von USB-Speichergeräten behalte das Betriebssystem zwar teilweise Geräteinformationen, dies diene jedoch ausschließlich dazu, künftige Plug-and-Play-Funktionalität zu ermöglichen, erklärte Microsoft.

Schnellere Wiedererkennung statt Überwachung

Laut Microsoft speichert Windows nach dem Trennen eines USB-Speichergeräts bestimmte Informationen, um dasselbe Gerät beim nächsten Anschließen schneller erkennen, passende Treiber zuordnen und die automatische Einrichtung bereitstellen zu können. Von einer gezielten Überwachung der Nutzer könne dabei keine Rede sein, so das Unternehmen.

Konkret legt das System dafür in der Registry einen Eintrag namens USBSTOR an. Dort würden lediglich die für die Geräteverwaltung notwendigen Basisinformationen hinterlegt. Daten aus dem eigentlichen Gerätespeicher der Nutzer – also die auf dem USB-Stick oder der externen Festplatte abgelegten Dateien – würden dagegen nicht erfasst.

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Dass der USBSTOR-Eintrag keine Funktion zur Übermittlung von Daten nach außen enthält, hatte laut einem Bericht bereits Microsofts Chief Field Engineer Jason Walker im Jahr 2012 erklärt. Microsoft bekräftigte nun erneut, dass weder Daten aus dem Gerätespeicher erfasst noch Einträge an externe Stellen übermittelt würden.

Vergleichbare Mechanismen auch bei anderen Betriebssystemen

Microsoft verwies zudem darauf, dass ähnliche Mechanismen zur Geräteverwaltung auch bei Linux und macOS existierten. Das Anlegen solcher Geräteprotokolle sei demnach eine branchenübliche Praxis, um die Handhabung von Wechseldatenträgern zu vereinfachen, und kein Alleinstellungsmerkmal von Windows.

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Für Nutzer, die Bedenken hinsichtlich gespeicherter Geräteinformationen haben, bietet sich laut den Angaben eine klare technische Lösung: Ein vollständiges Zurücksetzen von Windows oder eine Neuinstallation des Betriebssystems löscht die entsprechenden Einträge in der Regel.

Die gespeicherten USBSTOR-Informationen würden zudem nicht automatisch auf ein neues System übertragen, etwa bei einem Gerätewechsel oder einer Neuinstallation auf anderer Hardware.

Die Klarstellung reiht sich in wiederkehrende Diskussionen um Datenschutz und Transparenz bei Windows ein. Microsoft betont dabei, dass die technische Notwendigkeit der Geräteverwaltung – etwa die schnelle Treiberzuordnung bei wiederholt angeschlossenen USB-Geräten – von einer Erfassung oder Weitergabe persönlicher Nutzungsdaten klar zu trennen sei.

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