Windows Terminal: Stabilitätsoffensive statt KI-Hype
19.05.2026 - 11:12:00 | boerse-global.deDie Updates vom 14. Mai zielen auf langjährige Probleme ab – und zeigen eine klare strategische Richtung.
Lizenzprüfung abgeschaltet, Startzeit verbessert
Die neuen Versionen 1.25.1322.0 (Preview) und 1.24.11321.0 (Stable) beheben ein zentrales Ärgernis: Microsoft hat die Store-Lizenzprüfung beim Start deaktiviert. Bisher verhinderte diese gelegentlich den Programmstart oder bremste die Ladezeit aus. Ein cleverer Schachzug, der vor allem Power-Usern das Leben erleichtert.
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Die Preview-Version bringt zudem eine neue Einstellung namens safeUriSchemes mit. Damit können Nutzer selbst bestimmen, welche URL-Schemata als sicher gelten – und sich lästige Warnmeldungen sparen. Ein weiteres Detail: Terminal-Fenster schrumpfen nach dem Beenden des Texteditors Neovim nicht mehr ungewollt zusammen.
Sicherheitslücken geschlossen, Tab-Titel bleiben stabil
Die Entwickler haben auch ein Sicherheitsproblem bei sogenannten Sixel-Bildern behoben. Speziell präparierte Grafiken konnten zu Speicherüberläufen oder Abstürzen führen – ein klassisches Einfallstor für Angreifer. Zudem bleiben überschriebene Tab-Titel nun dauerhaft erhalten, statt sich eigenmächtig auf „Windows PowerShell" zurückzusetzen.
Neue Bedienoberfläche: Schluss mit JSON-Frickelei
Die aktuellen Stabilitätspatches bauen auf einer grundlegenden Neugestaltung der Einstellungen auf. Seit dem Frühjahr ersetzt eine grafische Oberfläche das mühsame Editieren der settings.json. Aktionen wie das Teilen des Fensters oder das Öffnen neuer Tabs lassen sich jetzt direkt im Menü konfigurieren. Die Suchfunktion durchforstet sämtliche Einstellungen, Farbschemata und Profile – ein echter Gewinn für Einsteiger.
Für Entwickler hält das Update Unterstützung für das Kitty-Tastaturprotokoll bereit. Dieses unterscheidet zuverlässig zwischen der Escape-Taste und bestimmten Steuersequenzen und ermöglicht die Eingabe von Shift+Enter. Moderne Terminal-Anwendungen und automatisierte Workflows profitieren enorm davon.
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Kein KI-Hype: Microsoft setzt auf Rohleistung
Während die Konkurrenz auf KI-Assistenten setzt, konzentriert sich Microsoft auf das Wesentliche: Geschwindigkeit und Stabilität. Das hauseigene „AI Shell"-Projekt wurde im Januar 2026 eingestellt. Stattdessen haben die Entwickler die Ein-/Ausgabeleistung optimiert – mit Gewinnen von 10 bis 20 Prozent. Die „Synchronized Output"-Funktion (DECSET 2026) reduziert zudem Bildschirmflackern in gepufferten Anwendungen.
Internationalisierung und Ausblick
Die Preview 1.25 bringt erstmals Übersetzungen für Serbisch und Ukrainisch. Die Befehlspalette schlägt Funktionen nun auch auf Englisch vor, selbst wenn das System auf eine andere Sprache eingestellt ist – ein durchdachtes Feature für zweisprachige Entwickler.
Die kommende Version 1.26 steht noch ohne Termin da. Doch der Rhythmus der monatlichen Stabilitätspatches spricht eine klare Sprache: Microsoft will Windows Terminal als verlässliche Säule im Entwickler-Ökosystem etablieren. Die Kombination aus den technischen Korrekturen vom Mai und den Neuerungen aus dem Frühjahr macht das Tool zur ernstzunehmenden Alternative für Warp und Co.
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