Windows-Suche: Microsoft lässt Bing-Ergebnisse per Knopfdruck abschalten
08.06.2026 - 23:56:29 | boerse-global.de
Windows-Nutzer sollen künftig per Knopfdruck entscheiden können, ob die Systemsuche Ergebnisse aus dem Internet anzeigt oder nur lokale Dateien findet. Der US-Konzern testet die Funktion derzeit in Vorschauversionen.
Windows 11 bietet viele neue Funktionen, doch nicht jeder Nutzer möchte alle Voreinstellungen übernehmen. Dieser kostenlose Expertenreport zeigt Ihnen, wie Sie das volle Potenzial des Betriebssystems ausschöpfen und Ihren PC individuell und sicher konfigurieren. Jetzt kostenloses Windows 11 Starterpaket sichern
Neue Steuerung für die Windows-Suche
Die Einstellung findet sich im Bereich Datenschutz & Sicherheit der Windows-Einstellungen unter der Kategorie „Suche". Wer die Option aktiviert, blendet Vorschläge aus Bing und dem Internet aus. Die Suchleiste und das Startmenü zeigen dann ausschließlich lokale Inhalte wie Ordner, Dokumente und installierte Programme.
Bislang war dafür ein Eingriff in die Systemregistrierung nötig – ein riskanter Schritt für Durchschnittsnutzer. Der neue Schalter macht diesen Umweg überflüssig.
Neben der Bing-Integration lässt sich auch die Einblendung von Microsoft-Store-Vorschlägen in den Suchergebnissen unterdrücken. Ein konkretes Datum für die stabile Veröffentlichung steht noch nicht fest. Branchenbeobachter rechnen mit der Integration in das große Windows-11-25H2-Update, das für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird.
Schnellere lokale Suche
Paradoxerweise verbessert Microsoft parallel die lokale Suchfunktion. Seit dem Update KB5089573 Ende Mai priorisiert Windows lokale Ergebnisse bereits nach der Eingabe von nur zwei Zeichen.
Wenn Ihr System trotz neuer Updates einmal streikt oder Fehlermeldungen anzeigt, hilft oft nur noch professioneller Rat. In diesem Gratis-Ratgeber erfahren Sie, wie Sie typische Windows-11-Probleme ohne teuren IT-Techniker in wenigen Minuten selbst beheben. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 herunterladen
In den Insider-Builds testet der Konzern zudem eine Teilzeichenerkennung. Damit findet die Suche eine Datei namens „MeetingNotesApril" auch dann, wenn der Nutzer nur „notes" eingibt – ein lang ersehnter Komfortgewinn.
Regulatorischer Druck aus Europa
Der Schritt ist auch eine Reaktion auf die europäische Digital-Markets-Verordnung (DMA). Bereits im März 2024 hatte Microsoft Nutzern in der EU mehr Flexibilität bei der Wahl von Suchmaschinen und Browsern eingeräumt. Nun scheint der Konzern bereit, ähnliche Freiheiten weltweit auszurollen – im Rahmen seines K2-Programms, das Nutzerfeedback umsetzt.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst heute, am 8. Juni 2026, richtete die Browser Choice Alliance – ein Zusammenschluss unter Beteiligung von Google Chrome – einen offenen Brief an Microsoft-Chef Satya Nadella. Die Koalition fordert eine einfachere Deinstallation des Edge-Browsers und ein Ende der Praktiken, mit denen Microsoft eigene Dienste bevorzugt.
Auch KI-Suche wird optional
Die Entwicklung reiht sich ein in eine breitere Strategie: Microsoft räumt Nutzern zunehmend Wahlmöglichkeiten bei der Künstlichen Intelligenz ein. Konzernmanager Jordi Ribas wies kürzlich auf eine neue Browser-Erweiterung für Chrome und Edge hin, mit der sich die KI-Antworten von Copilot in den Bing-Suchergebnissen abschalten lassen. Wer lieber ohne KI-Zusammenfassungen sucht, kann diese durch bestimmte Zeichen in der Suchanfrage manuell unterdrücken – Teil eines Vorabprogramms, das die Nutzerkontrolle stärken soll.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
