Windows Server Update Services: WSUS leidet unter massiven Leistungsausfällen
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 09:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Support and Recovery Assistant (SaRA) ist Geschichte – Microsoft setzt nun auf eine integrierte Lösung.
Bereits im März 2026 stellte Microsoft den Support and Recovery Assistant (SaRA) ein. Das eigenständige Diagnose-Tool für Office-Produkte wurde durch die „Get Help"-App ersetzt. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Sicherheitsoffensive, bei der der Konzern alte Komponenten durch moderne, systemintegrierte Lösungen austauscht.
Get Help statt SaRA: Was sich ändert
Die Umstellung betrifft nicht nur Endanwender, sondern auch IT-Administratoren. Wer bislang auf die Kommandozeilen-Version SaRACmdLine setzte, muss nun auf GetHelpCmdLine umsteigen. Microsoft begründet den Wechsel mit Sicherheitsaspekten: Ältere Diagnose-Tools böten eine größere Angriffsfläche – ihre Abschaffung schließe potenzielle Lücken.
Für Unternehmen bedeutet das: Interne Workflows und Skripte müssen angepasst werden. Die neue Lösung ist direkt in Windows integriert und verspricht einen reibungsloseren Support-Prozess.
Mehrere Support-Enden auf einmal
Der SaRA-Rückzug ist nicht die einzige Veränderung im Microsoft-Universum. Mitte Juli 2026 endete der erweiterte Support für SQL Server 2016. Die Datenbank-Plattform erhält keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Microsoft bietet zwar Extended Security Updates (ESUs) für weitere drei Jahre an, drängt aber zur Migration auf aktuelle Versionen.
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Auch bei Windows 10 sieht es düster aus. Rund 16,9 Prozent aller Windows-Geräte laufen noch mit dem Vorgängersystem – obwohl der Hauptsupport bereits im Oktober 2025 auslief. Die Sicherheitslücke ist enorm: Forscher zählten auf Windows 10 durchschnittlich 1.903 bekannte Schwachstellen (CVEs), auf Windows 11 dagegen nur 652. Ein kostenloses ESU-Programm für Windows 10 läuft noch bis zum 12. Oktober 2027.
Aufgeschobene Änderungen und Notfall-Updates
Nicht alle geplanten Umstellungen erfolgen wie vorgesehen. Microsoft verschob die Abschaffung des -Credential-Parameters im Exchange Online PowerShell-Modul auf Dezember 2026. Administratoren erhalten damit mehr Zeit, ihre Skripte von veralteten Anmeldeverfahren auf moderne Authentifizierung umzustellen.
Probleme gibt es auch bei der Update-Infrastruktur: Seit dem 13. Juli leidet Windows Server Update Services (WSUS) unter massiven Leistungseinbußen – verursacht durch Datenmüll in den Metadaten. Eine Notlösung für Neuinstallationen wurde am 18. Juli bereitgestellt, eine dauerhafte Reparatur für bestehende Server steht noch aus.
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Im Hardware-Bereich reagierte Microsoft mit einem außerplanmäßigen Update: Der Patch KB5121767 vom 20. Juli behebt Leistungs- und Stromprobleme auf bestimmten Dell-Laptops (XPS 17 und Pro Max). Ursache war ein Treiberkonflikt mit dem USB-C-Verbindungsmanager.
Die Reihe der aktuellen Änderungen zeigt: Microsoft treibt die Modernisierung seines Ökosystems voran – nicht immer reibungslos, aber mit klarem Ziel. Wer noch auf alten Tools oder Systemen sitzt, sollte den Umstieg nicht länger aufschieben.
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