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Windows Server: Microsoft-Updates lahmen Remotedienste seit 9. September

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 07:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

September-Updates stören RDS auf mehreren Windows-Server-Versionen. Ein Rollback behebt die Ausfälle, lässt jedoch kritische Lücken offen.

Microsoft-Patch-Day legt Remotedesktopdienste auf Windows-Servern lahm
Ein dunkler, ruhiger Serverraum mit langen Reihen von inaktiven Server-Racks in einer professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die am 9. September 2026 im Rahmen des Patch-Days veröffentlichten Sicherheitsupdates von Microsoft führen zu massiven Störungen bei den Remotedesktopdiensten (RDS). Berichten zufolge sind mehrere Versionen von Windows Server betroffen, was Administratoren weltweit vor erhebliche Herausforderungen stellt, da herkömmliche Lösungsansätze wie einfache Neustarts keine dauerhafte Abhilfe schaffen.

Betroffene Systeme und Fehlerbild

Die Verbindungsprobleme treten nach der Installation der kumulativen Updates für Windows Server 2019 (KB5122876, Build 17763.9245), Windows Server 2022 (KB5122882, Build 20348.5622) und Windows Server 2025 (KB5122871, Build 26100.33438) auf.

Das Fehlerbild ist dabei besonders tückisch: Nach der Aktualisierung arbeiten die RDS-Server zunächst über mehrere Stunden hinweg fehlerfrei. Unvermittelt scheitern jedoch neue RDP-Verbindungsversuche und verbleiben dauerhaft im Status „Verbindung wird hergestellt“.

Zudem berichten Administratoren auf Plattformen wie Reddit sowie Leser des Fachportals BleepingComputer, dass sich bestehende Sitzungen nicht mehr ordnungsgemäß trennen lassen. In einigen Fällen ist das System so instabil, dass nur ein Hard Reset die Verfügbarkeit kurzzeitig wiederherstellen kann, bevor das Problem nach kurzer Zeit erneut auftritt.

Technische Ursachenanalyse und Fehlermeldungen

In den Systemprotokollen der betroffenen Server wird häufig das Ereignis „Event 20498“ registriert, welches signalisiert, dass die Remotedesktopdienste zu lange für eine Antwort benötigen.

Technische Detailanalysen deuten auf einen Deadlock innerhalb der Komponente „RDPSERVERBASE!WDLIB_Close“ in Verbindung mit dem Local Session Manager (LSM) hin. Dieser Stillstand im System verhindert die Verarbeitung neuer Anfragen und blockiert die Bereinigung aktiver Prozesse.

Obwohl die Berichte über diese Ausfälle seit dem 9. September 2026 zunehmen, liegt bislang keine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme seitens Microsoft vor. Betroffene IT-Verantwortliche greifen daher verstärkt zu einem Rollback der entsprechenden Knowledge-Base-Artikel (KB) via DISM, um den produktiven Betrieb der Serverumgebungen zu sichern.

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Sicherheitsrisiko durch notwendige Deinstallation

Die Notwendigkeit, die Updates rückgängig zu machen, stellt Unternehmen vor ein Sicherheitsdilemma. Der Patch-Day vom September 2026 sollte insgesamt 974 Schwachstellen schließen, von denen 114 als kritisch eingestuft wurden. Unter den behobenen Lücken befand sich mit CVE-2026-69525 auch eine Schwachstelle direkt in den Remotedesktopdiensten, die mit einem CVSS-Score von 9.8 bewertet wurde.

Weitere geschlossene Sicherheitslücken umfassten unter anderem Exchange Server (CVE-2026-55007), SQL Server (CVE-2026-65669 mit CVSS 9.6) sowie eine Privilege Escalation in Windows ALPC (CVE-2026-85880). Durch das Entfernen der Updates zur Wiederherstellung der RDS-Funktionalität bleiben diese Systeme anfällig für potenzielle Angriffe.

Weitere Beobachtungen im Windows-Umfeld

Parallel zu den Server-Problemen wurden vereinzelt Schwierigkeiten bei Windows-11-Nutzerprofilen gemeldet. So führte ein Software-Fehler dazu, dass Benutzerkonten vom Anmeldebildschirm verschwanden oder die Fehlermeldung „User Profile Service failed the sign-in“ erschien.

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Als Ursachen werden hier beschädigte Registrierungsschlüssel oder Systemdateien vermutet. In diesen Fällen konnten Reparaturmaßnahmen wie der abgesicherte Modus oder Systemscans mittels „sfc /scannow“ helfen.

Abgesehen von den technischen Fehlern enthielten die September-Updates funktionale Neuerungen für Windows 11, darunter eine flexibler gestaltbare Taskbar, die Entfernung der Bing-Integration aus der Suche sowie Leistungsverbesserungen für den Explorer. Für Systemadministratoren im Server-Bereich steht jedoch derzeit die Stabilisierung der Remote-Infrastruktur im Vordergrund.

Mehr zum Thema bei BleepingComputer: „September Windows Server updates break Remote Desktop Services“

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