Windows Server: Kritische DNS-Lücke mit CVSS 9,8 aktiv ausgenutzt
02.06.2026 - 21:31:40 | boerse-global.deEin hartnäckiger Fehler blockierte die Installation wichtiger Sicherheitsupdates auf zahlreichen Windows-11-Rechnern. Jetzt hat der Konzern Abhilfe geschaffen – doch ein weiteres Problem bleibt.
Der Fehler trat vor allem bei den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 auf. Ursache war ein vollgelaufener Systemspeicherbereich. Konkret: Die EFI-Systempartition (ESP) hatte zehn Megabyte oder weniger freien Speicherplatz. Dann scheiterte die Installation des Sicherheitsupdates KB5089549 vom 26. Mai mit der Fehlermeldung 0x800f0922. Der Vorgang brach nach einem Neustart bei etwa 35 bis 36 Prozent ab und setzte die Änderungen zurück.
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So lässt sich das Problem jetzt beheben
Microsoft hat eine Lösung bereitgestellt: das optionale Vorschau-Update KB5089573, ebenfalls Ende Mai veröffentlicht. Nutzer können es manuell über den Windows-Update-Katalog oder die Systemeinstellungen installieren. Ein dauerhafter Fix folgt im regulären Patch-Zyklus am 9. Juni 2026. Für Unternehmen steht zudem der „Known Issue Rollback" (KIR) oder spezielle Gruppenrichtlinien zur Verfügung.
Lizenz-Ärger beim Upgrade auf Windows 11 Pro
Ein weiteres Problem sorgte am 1. Juni für Frust: Beim Upgrade von Windows 11 Home auf Pro – für 99 Euro – erschien nach erfolgreicher Bezahlung der Fehlercode 0xc004f050. Das Produkt tauchte nicht im Microsoft-Store auf oder ließ sich nicht aktivieren. Betroffene können es mit generischen Produktschlüsseln oder der integrierten Problembehandlung versuchen.
Unbestätigten Forenberichten zufolge gibt es zudem eine mögliche Störung beim „Continuous Feature Rollout" (CFR). Demnach könnten bestimmte neue Funktionen auf manchen Systemen blockiert bleiben. Microsoft hat einen weitverbreiteten Fehler bislang nicht bestätigt.
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Kritische Server-Lücke: Kein Eingriff nötig
Noch schwerer wiegt eine Sicherheitslücke im Windows-Server-DNS. Der CVSS-Score liegt bei 9,8 von 10 – die höchste Warnstufe. Angreifer können über manipulierte Netzwerkpakete Systemrechte erlangen, ohne dass eine Nutzerinteraktion nötig ist. Die Lücke wird bereits aktiv ausgenutzt. Administratoren sollten die verfügbaren Patches umgehend einspielen.
Strengere Regeln für Passwort-Resets
Ab dem 7. September 2026 verschärft Microsoft die Sicherheit für Entra ID (ehemals Azure AD). Beim Zurücksetzen des Passworts ist dann ein zuvor registrierter Authentifizierungsfaktor Pflicht. Rund 86 Prozent der aktuellen Überprüfungen erfüllen diese Vorgabe bereits. Im Juli startet eine Registrierungskampagne, um alle Nutzer rechtzeitig auf den Herbst-Termin vorzubereiten.
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