Windows Package Manager 1.29.380: 90er-Versionssprung für einen Patch
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 23:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat mit Version 1.29.380 ein neues Servicing-Release für den Windows Package Manager veröffentlicht. Wie ntcompatible.com berichtete, fällt dabei ein deutliches Missverhältnis auf: Die Build-Nummer springt um 90 Stellen nach vorne, während im zugrunde liegenden Code nur ein einziger gemergter Pull-Request steckt.
Toolkit aus Version 1.29 vollständig integriert
Die neue Version bündelt das komplette Funktionspaket der v1.29-Reihe. Dazu gehören eine Priorisierung von Paketquellen (Source Priority), das Flag „--no-progress" zur Unterdrückung von Fortschrittsanzeigen, eine sortierbare Ausgabe sowie ein aktualisierungsbewusster MCP-Parameter.
Einzige inhaltliche Neuerung: Pfad-Normalisierung
Die konkrete Änderung, die für den Versionssprung sorgt, ist Pull-Request Nummer 6467. Er normalisiert relative Pfade zu absoluten Pfaden und betrifft laut Bericht zehn Dateien. Autor des Patches ist JohnMcPMS, das Review übernahm yao-msft. Es handelt sich um einen sogenannten Cherry-Pick, also eine gezielt aus der in Entwicklung befindlichen Version 1.30 übernommene Änderung.
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Neben diesem Patch enthält das Release weitere, bereits zuvor gebündelte Fixes, darunter die Unterstützung für RFC-3161-Code-Signing mit Gegen-Zeitstempeln (Counter-Timestamping) über die TimestampServer-Eigenschaft.
Keine Sicherheitspatches enthalten
Sicherheitsrelevant ist das Update laut Bericht nicht: Anders als die vorherige Version 1.29.290, die zwei Fixes für Privilege-Escalation-Schwachstellen enthielt, bringt v1.29.380 keine Patches für Authentifizierung oder Angriffsflächen mit.
Technische Eckdaten
Das MSIX-Bundle der neuen Version umfasst 217 MB. Unterstützt werden Windows 10 ab Version 1809, Windows 11 sowie Windows Server ab Version 2025. Die eigentliche Weiterentwicklung des Package Managers findet derzeit an anderer Stelle statt: Laut Bericht läuft die aktive Entwicklungsarbeit bereits auf Version 1.30, aus der auch der jetzt in v1.29.380 nachgezogene Patch stammt.
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Für Nutzer bedeutet das Servicing-Release in der Praxis vor allem eine punktuelle Korrektur bei der Pfadverarbeitung, während die eigentlichen Funktionserweiterungen bereits aus früheren 1.29er-Builds bekannt sind.
