Windows-Notfall, Microsoft

Windows-Notfall: Microsoft behebt RDS-Ausfälle nach September-Patch

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 15:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft korrigiert nach dem September-Patchday RDS- und Linux-Freigabeprobleme, während Audio-, Treiber- und Explorer-Fehler teilweise offen bleiben.

Microsoft veröffentlicht Notfall-Updates für Windows und Server
Ein moderner Serverraum mit ordentlich aufgereihten, dunklen Metall-Serverracks und dezenter, kühler LED-Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Am 14. September 2026 hat Microsoft eine Reihe von Out-of-Band-Updates veröffentlicht, um kritische Funktionsfehler zu beheben, die nach dem regulären Patchday vom 8. September 2026 aufgetreten waren.

Die Korrekturen adressieren insbesondere Instabilitäten bei den Remote Desktop Services (RDS), Probleme mit Ordnerfreigaben in virtuellen Linux-Umgebungen sowie Fehler bei der Mehrkanal-Audioausgabe über USB. Betroffen sind diverse Versionen von Windows 11, Windows 10 sowie mehrere Windows-Server-Editionen.

Fokus auf Remote-Desktop und Hyper-V-Freigaben

Nach der Installation der September-Updates kam es in zahlreichen Systemumgebungen zu Ausfällen der Remote Desktop Services. Die nun bereitgestellten Aktualisierungen sollen die Stabilität dieser Dienste wiederherstellen. Laut technischen Berichten vom 14. und 15. September 2026 betrifft dies unter anderem die Windows-11-Versionen 26H1 (KB5129194), 25H2 und 24H2 (KB5129195) sowie Windows 10 in den Versionen 21H2 und 22H2 (KB5129236).

Ein weiterer Schwerpunkt der Fehlerbehebung liegt auf den Hyper-V-HCS-Plan9-Freigaben. Diese sind essenziell für den Datenaustausch mit Linux-Gastsystemen, wie sie etwa im Windows-Subsystem für Linux (WSL) oder bei Anwendungen wie Claude Cowork zum Einsatz kommen.

Nutzer hatten berichtet, dass diese Freigaben nach dem vorangegangenen Patchday nicht mehr zur Verfügung standen. Die aktuellen Updates stellen diese Funktionalität für die betroffenen Windows-11-Builds wieder her.

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Bereitstellung über Hotpatches und kumulative Updates

Microsoft nutzt für die Verteilung verschiedene Verfahren. Für die Windows-11-Versionen 25H2 und 24H2 wurde mit KB5129241 ein sogenannter Hotpatch bereitgestellt, der eine Fehlerbehebung ohne obligatorischen Systemneustart ermöglicht.

Für die Version 23H2 (Enterprise und Education) steht das optionale kumulative Update KB5129242 (Build 22631.7584) zur Verfügung. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Support für die Home- und Pro-Editionen der Version 23H2 bereits am 11. November 2025 endete.

Auch im Server-Bereich wurden spezifische Pakete geschnürt. Für Windows Server 2025 wurde das Update KB5122871 veröffentlicht, während für Windows Server 2022 das Paket KB5122882 bereitsteht. Die Korrekturen umfassen zudem Windows Server 2019, Server 2012 sowie Server 2012 R2 und Windows 10 LTSC-Editionen.

Umfangreiches Sicherheitspaket mit verbleibenden Restfehlern

Der vorangegangene September-Patchday wies ein ungewöhnlich hohes Volumen an Sicherheitskorrekturen auf. Er umfasste zwischen 964 und 974 CVE-Einstufungen, wovon allein 723 Schwachstellen das Windows-Betriebssystem betrafen.

Zum Vergleich: Im Vorjahr lag die Zahl der monatlichen Sicherheitsmeldungen meist unter 100. Mit den aktuellen Out-of-Band-Updates wurden zudem die spezifischen Lücken CVE-2026-62721 (User-Mode Power Service) und CVE-2026-85921 (für 26H1) geschlossen.

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Trotz der schnellen Reaktion bleiben einige Probleme bestehen. Im Bereich Audio wurde zwar die Unterstützung für USB Audio Class 1.0 Multichannel (8-Kanal/3D) wiederhergestellt, jedoch berichten Anwender weiterhin von einem „Code 10“-Fehler bei bestimmten USB-Audiogeräten, die dadurch stumm bleiben.

Zudem sind Timeouts bei AMD-Radeon-Treibern (betroffen sind die Serien RX 6600 bis RX 9070 XT), Abstürze der Explorer.exe sowie ein Fehler beim Einfügen von Daten in Excel weiterhin als offen gelistet.

Das Jahr 2026 zeichnet sich durch eine hohe Frequenz außerplanmäßiger Korrekturen aus. Vor den aktuellen Maßnahmen im September veröffentlichte Microsoft bereits vier Out-of-Band-Updates im Januar, zwei im März und eines im Juli.

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