Windows-Lizenzen, Microsoft

Windows-Lizenzen: Microsoft erhöht OEM-Gebühren um bis zu 10%

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 02:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft verteuert Windows-OEM-Lizenzen um bis zu zehn Prozent. Branchenkenner erwarten dadurch höhere Endkundenpreise für Desktop-Computer im dritten Quartal 2026.

Microsoft erhöht Windows-Lizenzpreise: PC-Hersteller kündigen Anpassungen an
Ein moderner Gaming-PC mit beleuchteter Hardware auf einem Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat die Gebühren für Windows-OEM-Lizenzen seit Juli 2026 um 7 bis 10 Prozent angehoben. Branchenberichten zufolge wird erwartet, dass diese Maßnahme die Preise für Komplett-PCs im dritten Quartal 2026 um weitere 5 Prozent steigen lässt. Die Preisanpassung betrifft primär Windows-11-Lizenzen für PC-Hersteller, wobei teurere Systeme offenbar stärker von den Erhöhungen betroffen sind. Eine offizielle Erklärung seitens Microsoft zu den Hintergründen dieser Entscheidung liegt bislang nicht vor.

Hersteller reagieren auf Kostensteigerungen

Erste Auswirkungen der neuen Preispolitik zeigen sich bereits in den Ankündigungen großer Hardware-Produzenten. Die Hersteller ASUS und Acer haben bereits Preiserhöhungen in Aussicht gestellt. Marktanalysten bewerten die Situation jedoch differenziert. Während einige Berichte, unter Berufung auf die Economic Daily News, vor einem Preissprung von 5 Prozent warnen, äußern sich andere Experten skeptisch gegenüber dieser Prognose.

Die Preisgestaltung der Lizenzen richte sich zudem nach der Leistungsfähigkeit der verbauten Prozessoren. Einigen Branchenbeobachtern zufolge könnten die Auswirkungen für Endkunden am Ende geringer ausfallen als befürchtet, da der Anstieg der Lizenzkosten im Verhältnis zum Gesamtpreis leistungsstarker Systeme moderat bleibe. Dennoch wird betont, dass der aktuelle Anstieg der Gebühren über dem üblichen Niveau liege.

Aktuelle Marktlage bei Gaming-Systemen

Trotz der angekündigten Erhöhungen zeigt sich der Markt für leistungsstarke Gaming-PCs, insbesondere solche mit der NVIDIA GeForce RTX 5070, derzeit noch von Rabattaktionen geprägt. Diese Angebote markieren einen potenziellen Kontrast zu den erwarteten Preissteigerungen im laufenden Quartal.

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So wird der Element RTX 5070 PC von iBuyPower, der unter anderem mit einem Ryzen 9 7900X und 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher ausgestattet ist, bei Amazon für 1.900 US-Dollar geführt. Dies entspricht einem Nachlass von 17 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von 2.200 US-Dollar. Auch MSI bietet mit dem Codex Z2 ein System mit RTX 5070 und 2 TB SSD-Speicher für 1.949 US-Dollar an, was einer Ersparnis von 150 US-Dollar gegenüber dem ursprünglichen Preis von 2.099 US-Dollar entspricht.

Im Bereich der mobilen Systeme ist das GIGABYTE AORUS Elite 16 mit Core Ultra 9 275HX und RTX 5070 Grafik für 1.990 US-Dollar erhältlich, nachdem der Preis von zuvor 2.299,99 US-Dollar um 13 Prozent gesenkt wurde.

Sonderaktionen im August

Parallel zu den Berichten über die Lizenzgebühren haben spezialisierte Anbieter neue Vertriebskampagnen gestartet. STORMCRAFT PC etwa begann am 10. August 2026 mit den „Intel Gamer Days“, einer Aktion, die bis zum 13. September 2026 andauern soll. Im Rahmen dieser Kampagne bietet das Unternehmen insgesamt 29 verschiedene PC-Konfigurationen an. Dazu gehört auch das Modell „Phantom“, das mit einer RTX 5070 FE ausgestattet ist und zu einem Preis von 2.199,99 US-Dollar angeboten wird.

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Ob diese Preisniveaus angesichts der gestiegenen OEM-Kosten für Windows-Lizenzen über das dritte Quartal 2026 hinaus stabil bleiben, bleibt abzuwarten. Die weitere Entwicklung wird maßgeblich davon abhängen, in welchem Umfang die Hersteller die zusätzlichen Lizenzkosten an die Endverbraucher weitergeben oder durch interne Optimierungen auffangen können.

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