Windows KB5095093: Schnellerer Datei-Explorer, aber Installationsprobleme
29.06.2026 - 19:17:02 | boerse-global.de
Windows-Nutzer erleben ein Wechselbad der Gefühle: Das neueste Update bringt endlich schnellere Ordner, aber auch Installationsprobleme und eine Sicherheitslücke.
Der Juni 2026 hält für Windows-Anwender einige Überraschungen bereit. Microsoft hat sein optionales Vorschau-Update KB5095093 veröffentlicht – mit dem Versprechen, die gefürchtete Trägheit des Datei-Explorers endlich zu beheben. Doch wie so oft bei Vorab-Updates: Der Weg zum schnelleren System ist mit technischen Hürden gepflastert.
Der große Datei-Explorer-Boost
Das Update mit der Build-Nummer 26200.8737 (bzw. 26100.8737) zielt auf eine der größten Frustquellen von Windows 11 ab: den Datei-Explorer. Frühe Tester berichten von spürbar schnelleren Ladezeiten – sowohl beim Öffnen des Home-Tabs als auch bei der Adressleiste und beim Mounten von Datenträger-Images. Auch lästige Bugs bei der Textauswahl und Groß-/Kleinschreibungsfehlern wurden angegangen.
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Doch die Installation selbst wird zum Hindernislauf. Zahlreiche Nutzer melden Fehlermeldungen, die einen erfolgreichen Abschluss verhindern. Die empfohlenen Workarounds lesen sich wie ein IT-Notfallplan: Zurücksetzen der Windows-Update-Komponenten, Systemdatei-Überprüfung (SFC), DISM-Scans oder die manuelle Installation über den Microsoft Update-Katalog. In hartnäckigen Fällen hilft angeblich nur noch das Media Creation Tool.
Microsoft verspricht, dass die verbesserten Datei-Explorer-Funktionen mit dem kumulativen Update im Juli 2026 an einen größeren Nutzerkreis ausgerollt werden.
Gefährliche Lücke in Excel entdeckt
Parallel zu den System-Updates hat Microsoft ein dringendes Sicherheitsupdate für Office veröffentlicht. Die als CVE-2025-60727 eingestufte Schwachstelle betrifft Excel und ermöglicht potenziell die Ausführung von Schadcode aus der Ferne. Es handelt sich um einen sogenannten Out-of-Bounds-Read-Fehler – eine klassische Einfallspforte für Angreifer.
Betroffen sind zahlreiche Office-Versionen: Microsoft 365 Apps, Excel 2016, Office 2019 sowie die LTSC-Versionen von Office 2021 und 2024. Auch Office Online Server ist verwundbar. Zwar liegen derzeit keine Berichte über aktive Ausnutzung der Lücke vor, doch Microsoft stuft das Risiko als hoch ein und hat den Patch priorisiert.
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Ärger auch bei AMD und LinkedIn
Die Probleme beschränken sich nicht auf Microsofts eigene Software. AMD hat Kompatibilitätsprobleme mit seinem aktuellen Treiber 26.6.2 bestätigt, der die neue FSR-4.1-Technologie enthält. Unter Windows 10 startet der Treiber häufig nicht, was zu Fehlermeldungen und gelben Warnhinweisen im Geräte-Manager führt. Windows-11-Systeme scheinen weniger betroffen. AMD rät betroffenen Nutzern, auf die stabile Version 26.6.1 zurückzugehen.
Und auch die digitalen Plattformen blieben am Montag nicht verschont. LinkedIn kämpfte mit zeitweiligen Zugriffsproblemen – langsame Ladezeiten und Login-Fehler waren die Folge. Gleichzeitig legte ein großflächiger Ausfall den Essenslieferdienst DoorDash lahm. Tausende Nutzer meldeten App-Fehlfunktionen und Probleme bei der Bestellabwicklung. Offizielle Stellungnahmen zu den Ursachen stehen noch aus.
