Windows, KB5094126

Windows KB5094126: Neuer Low-Latency-Modus beschleunigt Oberfläche

14.06.2026 - 21:27:48 | boerse-global.de

Microsofts Update KB5094126 bringt einen Turbo-Modus für die Benutzeroberfläche. Zusätzlich werden neue Secure-Boot-Zertifikate ausgerollt.

Windows 11 Update: Neuer Low-Latency-Modus beschleunigt Oberfläche
Windows - A stylized glowing circuit board with blue and purple tones, symbolizing digital speed and optimization for Windows 11. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der neueste Update-Zyklus von Microsoft bringt eine lang ersehnte Verbesserung: Ein neuer Low-Latency-Modus soll die gefühlte Geschwindigkeit von Windows 11 spürbar erhöhen.

Neuer Turbo-Modus für die Benutzeroberfläche

Mit dem Update KB5094126 führt Microsoft ein sogenanntes Low Latency Profile (LLP) ein. Dieses ist für die Windows-Versionen 24H2 und 25H2 gedacht und verfolgt einen cleveren Ansatz: Immer wenn der Nutzer mit zentralen Elementen wie dem Startmenü, der Suche, dem Action Center interagiert oder Programme startet, erhöht das System kurzzeitig die CPU-Taktfrequenz auf das Maximum.

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Der Turbo hält zwischen einer und drei Sekunden an. Das Prinzip dahinter nennen Techniker „Race to Sleep" – der Prozessor erledigt kleine Aufgaben blitzschnell und kehrt dann sofort in den Energiesparmodus zurück. Erste Tests mit Überwachungstools wie HWiNFO zeigen, dass diese kurzen Leistungsspitzen weder die CPU-Auslastung dauerhaft erhöhen noch zu höheren Temperaturen oder kürzerer Akkulaufzeit führen.

Wichtig zu wissen: Der Modus verbessert ausschließlich die Bedienoberfläche. Für Dauerbelastungen wie Videobearbeitung oder Gaming ist er nicht ausgelegt. Besonders profitieren sollen Geräte mit ARM-Architektur, etwa solche mit Snapdragon-Prozessoren.

Manuelle Optimierungen für mehr Leistung

Neben den offiziellen Updates haben Performance-Experten weitere Stellschrauben identifiziert. Ein zentraler Tipp: Deaktivieren Sie den Schnellstart. Diese Funktion soll zwar den Boot-Vorgang beschleunigen, verhindert aber einen vollständigen Systemneustart. Das kann die Installation von Updates stören und langfristig die Stabilität beeinträchtigen.

Weitere Optimierungsmöglichkeiten:

  • Ressourcen schonen: Hintergrundberechtigungen von Apps und Transparenzeffekte abschalten – das entlastet Arbeitsspeicher und Prozessor.
  • Speicher aufräumen: Den Cache für die Auslieferungsoptimierung leeren und temporäre Dateien löschen. Das schafft oft überraschend viel Platz.
  • Grafik und Spiele: Bei Rucklern hilft die aktivierte hardwarebeschleunigte GPU-Planung und der „Höchstleistung"-Energieplan. Auch das Leeren des DirectX-Shader-Caches kann Wunder wirken.
  • Sicherheit abwägen: Wer die speicherintegrität (Memory Integrity) deaktiviert, reduziert die CPU-Last – allerdings auf Kosten der Systemsicherheit.

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Sicherheits-Update: Zertifikate laufen aus

Das Juni-Update bringt auch eine wichtige Sicherheitsänderung mit sich. Microsoft rollt flächendeckend ein neues Secure-Boot-Zertifikat aus. Die alten Zertifikate aus dem Jahr 2011 laufen am 24. Juni 2026 ab.

Systemadministratoren sollten den Status in der Windows-Sicherheit im Auge behalten. Ein grüner Status bedeutet Erfolg. Gelbe oder rote Signale deuten auf Handlungsbedarf hin – möglicherweise ist ein BIOS-Update nötig. Bei einigen HP-Modellen aus dem Enterprise-Bereich gab es nach früheren Firmware-Updates Probleme mit BitLocker. Die neueste BIOS-Version soll hier Abhilfe schaffen. IT-Profis können den Fortschritt der Zertifikatsaktualisierung über spezielle Berichte oder durch Prüfung bestimmter Registry-Schlüssel verfolgen. So stellen sie sicher, dass alle Systeme vor der Frist Ende Juni compliant bleiben.

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