Windows erreicht 1,6 Milliarden aktive Geräte – doch das Ende von Windows 10 treibt die Nutzer um
02.05.2026 - 00:04:48 | boerse-global.de
Der Technologieriese Microsoft hat einen neuen Meilenstein erreicht: 1,6 Milliarden monatlich aktive Windows-Geräte weltweit. Die Zahl, die während der Bilanzvorlage zum dritten Quartal 2026 am 30. April bekannt gegeben wurde, fällt in eine entscheidende Phase für das Unternehmen. Denn der offizielle Support für Windows 10 ist Geschichte – und Millionen Nutzer stehen vor der Frage, wie es weitergeht.
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Der große Sprung nach vorn
Die ersten Monate des Jahres 2026 haben einen beispiellosen Wechsel gebracht. Laut Daten von StatCounter hat Windows 11 bis März 2026 rund 72,78 Prozent des globalen Marktes erobert – ein gewaltiger Sprung von gut 50 Prozent Ende 2025. Windows 10 hingegen ist auf etwa 26,27 Prozent abgestürzt, nachdem es lange über 80 Prozent dominierte.
Besonders zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 vollzog sich der Wandel rasant: Windows 11 gewann über 21 Prozentpunkte hinzu. Treiber waren offenbar eine Mischung aus Firmen-Neu-beschaffungen und aggressiven Verkaufsaktionen. So senken einige Händler den Preis für Windows 11 Pro-Lizenzen zeitweise von 199 auf knapp zehn Euro – ein klares Signal an die letzten Zögerer.
Die tickende Uhr der Sicherheit
Die Dringlichkeit der Migration unterstreicht ein nahendes technisches Datum: Im Juni 2026 laufen die ursprünglichen Secure-Boot-Zertifikate aus. Diese schützen den Startvorgang vor unbefugter Software. Wer bis dahin nicht auf Windows 11 umgestiegen ist oder ein offizielles Sicherheitsprogramm gebucht hat, riskiert den Verlust dieses Boot-Schutzes – ein Einfallstor für Schadsoftware.
Der teure Preis der Verlängerung
Für alle, die die Hardware-Anforderungen von Windows 11 nicht erfüllen können, bietet Microsoft das Programm Extended Security Updates (ESU) an. Seit dem Ende des kostenlosen Supports am 14. Oktober 2025 gibt es Sicherheitspatches nur noch gegen Bezahlung – ohne neue Funktionen oder technischen Beistand.
Die Kosten steigen jährlich: Für Unternehmen kostet das erste Jahr 61 Euro pro Gerät, das zweite 122 Euro, das dritte 244 Euro. Wer erst später einsteigt, zahlt rückwirkend alle ausgelassenen Jahre. Ein kleiner Trost: Über moderne Verwaltungstools wie Microsoft Intune reduziert sich die erste Jahresgebühr auf 45 Euro.
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Privatnutzer können für 30 Euro eine einjährige Verlängerung buchen. In der Europäischen Union gibt es eine Besonderheit: Nach Protesten von Verbraucherschützern erhalten Anwender im Europäischen Wirtschaftsraum die Updates bis Oktober 2026 sogar ohne Bezahlung oder Cloud-Konto.
Alte Systeme am Ende
Für spezielle Unternehmensversionen tickt die Uhr noch lauter. Windows 10 Enterprise LTSB 2016 und Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB werden am 13. Oktober 2026 endgültig eingestellt. Microsoft rät betroffenen Organisationen, auf die Langzeit-Wartungskanäle von Windows 11 oder Windows 10 LTSC 2021 umzusteigen.
Das Problem: Viele der noch aktiven Windows-10-Geräte sind fünf bis acht Jahre alt und besitzen nicht den nötigen TPM-2.0-Chip für Windows 11. Für Unternehmen ist es oft günstiger, die Übergangsupdates zu bezahlen, als ganze Geräteflotten auszutauschen.
Ausblick: Die letzte Etappe
Microsoft-Chef Satya Nadella kündigte an, die Windows-Erfahrung weiter zu verbessern – mit Fokus auf Leistung und Stabilität, besonders bei schwächerer Hardware. Der Konzern setzt darauf, die verbliebenen Hürden für den Umstieg aus dem Weg zu räumen.
Doch die Zeit drängt: Für Privatnutzer hat Microsoft noch keine Verlängerung über Oktober 2026 hinaus angekündigt. Hunderte Millionen Anwender könnten dann vor einem endgültigen Sicherheits-Cut-off stehen. Analysten erwarten für die zweite Jahreshälfte eine zweite große Welle von Hardware-Käufen und System-Upgrades – denn das Kapitel Windows 10 neigt sich endgültig dem Ende zu.
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