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Windows 11: Übertragungsoptimierung frisst Bandbreite und Speicher

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 15:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Windows 11 verteilt Updates per P2P und beansprucht dafür Netzwerk sowie Speicher. Nutzer können den Cache bereinigen, verlagern oder die Funktion begrenzen.

Windows 11: Übertragungsoptimierung belastet Speicher und Bandbreite
Reihen von leeren Server-Racks in einem modernen, minimalistischen Serverraum bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

In Windows 11 rückt die Funktion zur sogenannten Übertragungsoptimierung verstärkt in den Fokus von Anwendern und Systemadministratoren. Da das Betriebssystem in der Standardkonfiguration lokale Bandbreite nutzt, um Update-Dateien über ein Peer-to-Peer-Verfahren (P2P) mit anderen Computern zu teilen, werden Nutzer derzeit verstärkt angeleitet, diese Prozesse zu überwachen oder gezielt zu deaktivieren.

Die Funktion dient zwar der schnelleren Verteilung von Systemaktualisierungen, beansprucht jedoch gleichzeitig sowohl die Internet-Bandbreite als auch den lokalen Festplattenspeicher.

Funktionsweise und Ressourcenverbrauch der P2P-Verteilung

Die Übertragungsoptimierung (Delivery Optimization) ist darauf ausgelegt, Windows-Updates effizienter bereitzustellen. Anstatt jedes Datenpaket einzeln von den Microsoft-Servern zu laden, können Rechner in einem lokalen Netzwerk oder im Internet Teile der Updates untereinander austauschen. Berichten von Anfang September zufolge führt dies jedoch dazu, dass betroffene Systeme permanent Ressourcen für fremde Downloads bereitstellen.

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Neben der Auslastung der Netzwerkverbindung belegt das Verfahren signifikanten Speicherplatz. Das System legt einen Cache für die Update-Dateien an, der sich auf dem Systemlaufwerk befindet. Experten weisen darauf hin, dass die Übertragungsoptimierungsdateien reine Cache-Daten sind.

Eine Bereinigung dieser Dateien beeinträchtigt die allgemeine Systemfunktion nicht und kann über die integrierte Datenträgerbereinigung von Windows vorgenommen werden. Dabei müssen Anwender explizit den Punkt für Übertragungsoptimierungsdateien auswählen, um den belegten Speicherplatz freizugeben.

Technische Anpassungen über die Registry und Symbolische Links

Für fortgeschrittene Nutzer bestehen Möglichkeiten, die Speichernutzung der Übertragungsoptimierung tiefergehend zu konfigurieren. Der Cache-Ordner lässt sich beispielsweise auf ein anderes Laufwerk umleiten, um die Systempartition zu entlasten. Dies erfolgt über einen Eingriff in die Windows-Registrierung. Im Pfad HKLMSOFTWAREPoliciesMicrosoftWindowsDeliveryOptimization kann hierfür der Wert „DOCacheDrive“ entsprechend angepasst werden.

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Zudem kann der gesamte Download-Ordner für Systemupdates verschoben werden. Vor einem solchen Eingriff ist es laut Fachberichten notwendig, die Dienste für das Windows Update („net stop wuauserv“) sowie den Intelligenten Hintergrundübertragungsdienst („bits“) manuell zu stoppen. Die eigentliche Umleitung des Ordners wird anschließend über einen symbolischen Verzeichnislink mittels des Befehls „mklink /J“ realisiert.

Deaktivierung und Bandbreitenbegrenzung

Nutzer, die das Teilen ihrer Bandbreite vollständig unterbinden möchten, können dies in den Systemeinstellungen vornehmen. Die entsprechende Option findet sich im Bereich für Update und Sicherheit unter den erweiterten Optionen des Windows Updates. Dort lässt sich unter dem Punkt „Auswählen, wie Updates bereitgestellt werden“ die gesamte Funktion der Übertragungsoptimierung ausschalten.

Für Umgebungen, in denen die Funktion grundsätzlich erhalten bleiben soll, aber die Netzwerklast kontrolliert werden muss, bietet Windows zusätzliche Steuerungselemente. So lässt sich die für Updates reservierte Download-Bandbreite über die Gruppenrichtlinien präzise begrenzen. Dies ermöglicht es Unternehmen und Privatanwendern, die Systemaktualität zu gewährleisten, ohne die Kapazität ihrer Internetanbindung für andere Anwendungen zu gefährden.

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