Windows 11: Task Manager zeigt NPU-Auslastung pro Prozess
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 06:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat am 20. August 2026 neue Funktionen für den Task Manager von Windows 11 eingeführt, die eine präzise Überwachung der Neural Processing Units (NPU) ermöglichen.
Die Erweiterung umfasst mehrere optionale Spalten, mit denen Nutzer die Auslastung der KI-Hardware pro Prozess detailliert nachverfolgen können. Damit reagiert das Unternehmen auf die zunehmende Integration von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz, die spezifische Hardware-Ressourcen beanspruchen.
Detaillierte Metriken für KI-Prozesse
Die neuen Überwachungsfunktionen sind sowohl auf der Seite für Prozesse als auch im Leistungs-Tab des Task Managers integriert. Nutzer erhalten Zugriff auf sechs neue Datenfelder: NPU, NPU Engine, NPU Dedicated Memory, NPU Shared Memory, GPU – Neural sowie Isolation. Während die Prozessübersicht die Belastung durch einzelne Anwendungen aufschlüsselt, zeigt der Bereich für die Systemleistung die Gesamtauslastung der NPU-Hardware an.
Die Überwachung beschränkt sich dabei nicht nur auf die dedizierten NPU-Einheiten. Sie schließt auch die Nutzung der GPU-Neural-Engines pro Prozess ein. Durch die Unterscheidung zwischen Dedicated und Shared NPU Memory können Anwender zudem genau nachvollziehen, wie viel Speicher exklusiv für KI-Aufgaben reserviert ist und welcher Anteil am Systemspeicher geteilt wird.
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Transparenz bei KI-Workloads und Fehlerdiagnose
Ein wesentliches Ziel der neuen Funktion ist es, die Ausführung von KI-Workloads im System sichtbar zu machen. Insbesondere bei der Nutzung von Schnittstellen wie der ONNX Runtime oder DirectML kam es bisher häufig zu sogenannten stillen Fallbacks. Dabei werden Rechenlasten, die eigentlich für die effizientere NPU vorgesehen sind, ohne explizite Fehlermeldung auf die zentrale Prozessoreinheit (CPU) übertragen.
Die neuen Spalten ermöglichen es IT-Profis, Entwicklern und erfahrenen Anwendern, solche ineffizienten Ausführungen zu identifizieren. Entwickler können die Funktion nutzen, um die korrekte Adressierung der Hardware durch ihre Software zu validieren. So lässt sich unmittelbar erkennen, ob eine Anwendung wie vorgesehen die NPU oder die Neural-Engine der GPU nutzt oder fälschlicherweise auf die CPU zurückgreift.
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Verfügbarkeit und Aktivierung auf Copilot+ PCs
Die neuen Überwachungs-Tools richten sich primär an Nutzer von Copilot+ PCs und setzen Windows 11 in der Version 25H2 voraus. Die Funktionen sind ab den Builds 26200.8655 beziehungsweise 26100.8655 verfügbar, die mit dem Update KB5094126 verknüpft sind.
Dieses Update wurde ursprünglich am 9. Juni 2026 veröffentlicht. Erste Ansätze für NPU-spezifische Spalten im Task Manager wurden bereits im März im Build 26300.8142 beobachtet.
Standardmäßig sind die neuen Informationsspalten ausgeblendet, um die Übersichtlichkeit für Gelegenheitsnutzer zu wahren. Die Aktivierung erfolgt manuell über einen Rechtsklick auf die Spaltenüberschriften im Task Manager, woraufhin die gewünschten Kategorien zur Ansicht hinzugefügt werden können. Damit bietet Microsoft ein spezialisiertes Werkzeugset für die Analyse moderner Hardware-Architekturen an, die zunehmend auf heterogene Rechenkerne setzen.
