Windows-11-Suche, Schalter

Windows-11-Suche: Neuer Schalter blendet Webtreffer und Store-Tipps aus

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 11:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft erprobt eine flexiblere Windows-Suche; der Rollout für alle Geräte und die Unterstützung weiterer Sprachen sind noch offen.
Ein minimalistischer, leerer Innenraum mit klaren geometrischen Linien und natürlichem Licht, das Schatten auf einen Betonboden wirft. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft stellt Nutzerinnen und Nutzern von Windows 11 eine Option zur Verfügung, um Webtreffer und Werbeelemente aus der zentralen Suche zu verbannen.

Über das Menü unter Einstellungen, Datenschutz und Sicherheit sowie Suche lässt sich mit dem Schalter „Vorgeschlagene Suchergebnisse anzeigen“ festlegen, ob Bing-Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Microsoft Store in der Startmenü-Suche erscheinen. Die schrittweise Verteilung dieser Funktion begann im August 2026 und steht bislang noch nicht auf allen Systemen bereit.

Lokale Treffer im Fokus und Wegfall von Online-Widgets

Wird die Anzeige der Vorschläge abgeschaltet, konzentriert sich das Suchfeld wieder primär auf lokale Inhalte wie installierte Programme, persönliche Dateien und Menüeinträge der Windows-Einstellungen. Diese Verschlankung bringt allerdings funktionale Einschränkungen mit sich: Schnelle Rechenaufgaben oder eine unmittelbare Wettervorschau stehen bei deaktivierter Option nicht mehr bereit.

Zudem führt das Umlegen des Schalters nicht zu einer vollständigen Trennung von Online-Diensten, da Systemkomponenten wie Bing und WebView2 im Hintergrund teilweise weiterlaufen. Eine standardmäßige Deaktivierung der Webtreffer plant der Hersteller nicht. Ein verbindlicher Termin für die vollständige Bereitstellung der Einstellungsoption für alle Anwender steht derzeit ebenfalls aus.

Technische Neugestaltung auf Basis von WinUI 3

Die Anpassungen reihen sich in eine umfassendere Überarbeitung der Systemsuche ein. Windows-Chef Pavan Davuluri präsentierte auf einem Windows-und-Surface-Event eine neu entwickelte Suchoberfläche auf Basis von WinUI 3. Diese soll nach Konzernangaben schneller arbeiten und Systemressourcen schonen.

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Statt großer Vorschaufenster nutzt die Oberfläche eine einzelne Ergebnisliste, während die Erkennung von Tippfehlern und Synonymen verbessert wurde. Antworten des Assistenten Copilot lassen sich direkt in den Suchablauf einbinden.

Bereits im Rahmen einer Bereinigung im Juli wurden Anzeigen aus der Suche entfernt und die Weichen für das Ausblenden von Store- und Webtreffern gestellt. Seit dem 7. Oktober 2026 läuft die Verteilung an Teilnehmende im Experimental-Kanal. Das Ziel für reguläre Windows-11-Geräte ist für den Herbst ohne konkretes Datum angesetzt. Die klassische Startmenü-Suche ist derzeit noch nicht in diese neue Architektur eingebunden.

Funktionsausbau in Testversionen und Smartphone-Verknüpfung

In aktuellen Testversionen – darunter Insider-Builds Beta 26220.9836, Experimental 26340.9843, Beta (26H1) 28020.3382, Experimental (26H1) 28120.3393 und Experimental (Future Platforms) 29698.1000 – werden zusätzliche Bedienelemente erprobt.

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Dazu gehören Schieberegler für Lautstärke, Bildschirmhelligkeit und Cursorgröße direkt im Suchfenster. Tausende Systemaktionen wie das Umschalten auf den Dunkelmodus, das Aktivieren von Bluetooth oder das Minimieren aller Fenster lassen sich über kurze Tastaturbefehle ausführen.

Ergebnisse können gezielt nach Dateien und Ordnern, Einstellungen oder Aktionen gefiltert werden; Dateivorschauen zeigen Änderungsdatum, Speicherort und Autor an. Die Suche öffnet sich vorerst unten mittig auf dem Bildschirm, während Anpassungen an die Position der Taskleiste und das Startmenü vorbereitet werden.

Zudem wird das Zusammenspiel mit Smartphones ausgebaut. Über Phone Link sind Aktionen wie das Starten von Anrufen, das Senden von SMS oder die Aktivierung des Modus „Nicht stören“ für Android verfügbar; die Unterstützung für Apple-Geräte kündigte Microsoft für Anfang nächsten Jahres an.

Bei Tests mit Vorabversionen zeigte sich zudem, dass auf einem Smartphone installierte Android-Apps – wie der Dienst Bluesky auf einem Samsung Galaxy A26 unter Android 16 – als mobiles App-Ergebnis in der Suche auftauchen und auf dem PC gestreamt werden können.

Für Unternehmen steht ab Version 2.2608.301 des Feedback-Hubs eine Richtlinie für Intune bereit, die Rückmeldungen organisationsintern hält. Wann die neuen Suchfunktionen regulär für alle PCs und in weiteren Sprachen außerhalb des Englischen erscheinen, bleibt vorerst offen.

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