Windows 11: Speicher-Bug frisst Hunderte Gigabyte seit 10. Juli
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 16:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Neue technische Analysen zeigen, was der Plan wirklich kann – und was nicht.
Weniger Latenz, kein Geschwindigkeitswunder
Die am heutigen Samstag veröffentlichten Bewertungen stellen klar: Der Modus minimiert Systemlatenzen unter Dauerlast, liefert aber keinen allgemeinen Leistungsschub für Standard-Hardware. Die Optimierung erfolgt durch das Reduzieren oder Abschalten von Energiesparfunktionen.
Konkret unterdrückt der Plan das CPU-Core-Parking, reduziert PCIe-Energiesparzustände und deaktiviert den USB-Selektiv-Suspend. Die Hardware bleibt dadurch in ständiger Bereitschaft. Eine Übertaktung des Prozessors oder eine Erhöhung der maximalen Taktfrequenz findet jedoch nicht statt. Auch das thermische Drosselverhalten bleibt unverändert.
Das eigentliche Ziel: die Mikro-Latenzen eliminieren, die entstehen, wenn Hardware-Komponenten aus dem Energiesparmodus in den Vollbetrieb wechseln. Der Ultimate Performance-Plan ist damit ein Werkzeug für professionelle Workstations – nicht für den typischen Office- oder Heimgebrauch.
Windows 11: Speicherfresser und Sicherheitslücken
Der Speicher-Bug in Windows 11 24H2 und 25H2 kann Hunderte Gigabyte fressen. Statt die Datei manuell zu löschen, zeigt dieser Leitfaden, wie Sie den Speicher über die Systemeinstellungen überwachen und freigeben. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Währenddessen kämpft Microsoft mit anderen Baustellen im Windows-11-Ökosystem. Seit dem 10. Juli ist ein Bug in den Versionen 24H2 und 25H2 bekannt, der massiv Speicherplatz frisst. Eine versteckte Datei namens CapabilityAccessManager.db-wal kann Hunderte Gigabyte belegen.
Microsoft hat einen optionalen Fix veröffentlicht, ein automatisches Update soll folgen. Systemadministratoren wird geraten, die Datei nicht manuell zu löschen, sondern den Speicher über die Systemeinstellungen zu überwachen. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von automatischen Updates, die seit dem 24. Juni ausgerollt werden – damals waren abgelaufene Secure-Boot-Zertifikate der Auslöser.
KI-gestützte Sicherheit und neue Backup-Pflichten
Microsoft setzt zunehmend auf künstliche Intelligenz in der Wartung. Seit dem 9. Juli nutzt der Konzern das KI-System MDASH zur Schwachstellenerkennung. Es identifiziert Sicherheitslücken bereits in der Entwicklungsphase – deutlich früher als bisher.
Mit Windows 11 26H2 kommen neue Backup-Pflichten auf Unternehmen zu – automatische Cloud-Backups werden aktiviert. Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie die Einstellungen über Group Policy oder Intune verwalten und Ihre Backup-Richtlinien rechtzeitig anpassen. Backup-Richtlinien-Leitfaden jetzt sichern
Die Folge: Künftige Patch-Tuesday-Updates dürften mehr Sicherheitskorrekturen enthalten. Die KI erkennt die Probleme, menschliche Entwickler prüfen die Ergebnisse. Microsoft hat zudem seinen Secure Development Lifecycle angepasst, um spezifischen KI-Bedrohungen besser zu begegnen.
Mit dem für das Frühjahr 2027 erwarteten Update Windows 11 26H2 kommen zudem neue Backup-Regeln auf Unternehmen zu. Die Version aktiviert automatisch Windows Backup für Pro-, Enterprise- und Education-Editionen. Nach Feature-Updates werden Einstellungen und App-Präferenzen in die Cloud hochgeladen. IT-Administratoren müssen die Einstellungen über Group Policy oder Intune verwalten. Die Support-Zyklen variieren: 36 Monate für Enterprise und Education, 24 Monate für Home und Pro.
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