Windows 11: Oktober-Updates KB5127648 und KB5127646 beheben VPN-Fehler nicht
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 07:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft hat eingeräumt, dass die kumulativen Updates KB5127648 und KB5127646 für Oktober 2026 den bekannten Fehler bei Always-On-VPN-Verbindungen unter Windows 11 nicht beseitigen. Zuvor war der Vorfall im internen Fehlerverzeichnis fälschlicherweise als behoben eingestuft worden. Inzwischen stufte das Unternehmen den Eintrag wieder auf den Status abgemildert zurück.
Falsche Entwarnung nach Veröffentlichung im Oktober
Am 13. Oktober 2026 veröffentlichte Microsoft das Update KB5127648 für die Windows-11-Versionen 24H2, 25H2 und 26H2. An diesem Tag setzte der Konzern den Status des bekannten Fehlers irrtümlich auf erledigt.
Am 20. Oktober 2026 entfernte Microsoft den Hinweis auf eine erfolgreiche Fehlerbehebung jedoch wieder aus dem offiziellen Änderungsverlauf des Pakets und vertagte die eigentliche Korrektur auf eine künftige Version. Für die irreführende Statusmeldung entschuldigte sich das Unternehmen bei IT-Administratoren.
Die Störung geht auf die Sicherheitsupdates vom September 2026 zurück und betrifft Geräte mit Windows 11 ab Version 24H2. Wenn Systeme versuchen, die Verbindung mit einer automatischen Protokollwahl zwischen IKEv2 und SSTP aufzubauen, verbleiben die Sitzungen dauerhaft im Verbindungsstatus oder schlagen komplett fehl.
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Bei anschließenden neuen Verbindungsversuchen verweigert das System den Zugriff häufig mit dem Fehlerhinweis, dass der angegebene Port bereits belegt sei.
Vorübergehender Workaround für IT-Abteilungen
Da eine dauerhafte Fehlerbehebung nach Angaben von Microsoft erst in den kommenden Wochen und ohne konkretes Veröffentlichungsdatum folgen soll, verweist der Konzern auf eine manuelle Umgehungslösung. Administratoren müssen die VPN-Profile fest auf ein einzelnes Protokoll – entweder SSTP oder IKEv2 – konfigurieren, anstatt die automatische Auswahl aktiv zu lassen.
Dabei gilt es architektonische Unterschiede zu berücksichtigen: Während der sogenannte User Tunnel sowohl SSTP als auch IKEv2 unterstützt, arbeitet der Device Tunnel ausschließlich mit IKEv2 und bietet keinen automatischen Rückfall auf SSTP.
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Vorgeschichte der jüngsten Aktualisierungen
Die Störung reiht sich in eine Serie von Nachbesserungen ein, die durch die vorangegangenen Systemaktualisierungen ausgelöst wurden. Die Sicherheitsupdates vom September 2026 hatten neben den Verbindungsschwierigkeiten beim VPN auch Probleme mit Hyper-V, den Remote-Desktop-Diensten sowie USB-Audiogeräten verursacht.
Für diese Fehler musste Microsoft zwischenzeitlich separate Notfall-Updates bereitstellen. Die aktuellen Oktober-Patches brachten ungeachtet der offenen VPN-Baustelle andere Korrekturen mit und behoben unter anderem Systemabstürze des Windows Explorers sowie Fehler, die zuvor zu schwarzen Bildschirmen geführt hatten.
