Windows 11: Oktober-Updates beheben Always-On-VPN-Fehler weiterhin nicht
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 17:25 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie jüngsten Aktualisierungen für Windows 11 haben einen hartnäckigen Netzwerkfehler nicht wie ursprünglich gemeldet behoben. Microsoft räumte ein, dass die Sicherheitsupdates für Oktober 2026 das bekannte Problem mit Always On VPN weiterhin nicht vollständig beseitigen. Zuvor hatte der Konzern den Fehler fälschlicherweise als behoben eingestuft und diesen Status inzwischen wieder zurückgenommen.
Das Problem führt dazu, dass VPN-Verbindungen bei automatischer Protokollauswahl zwischen IKEv2 und SSTP blockiert werden. Betroffene Systeme verharren entweder dauerhaft im Verbindungsstatus oder brechen den Verbindungsaufbau mit dem Hinweis ab, dass der angegebene Port bereits verwendet werde.
Die Störung trat erstmals nach der Installation der Sicherheitsupdates vom September 2026 auf und betrifft die Betriebssystemversionen Windows 11 24H2, 25H2, 26H2 sowie 26H1.
Statuskorrektur und Übergangslösung für Administratoren
Nach der Veröffentlichung der Oktober-Updates, namentlich der Pakete KB5127648 und KB5127646, hatte Microsoft den Vorfall am 13. Oktober 2026 zunächst als gelöst markiert. Am 20. Oktober 2026 korrigierte das Unternehmen diese Angabe jedoch offiziell und stufte den Status wieder auf abgemildert herab. Eine dauerhafte Fehlerbehebung sei laut Microsoft erst im Laufe der kommenden Wochen zu erwarten.
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Bis zur Bereitstellung eines funktionierenden Patches empfiehlt das Unternehmen IT-Verantwortlichen einen manuellen Workaround. Administratoren sollen in den Always On VPN-Profilen auf die automatische Protokollwahl verzichten.
Stattdessen müsse die Konfiguration fest auf eines der beiden Protokolle umgestellt werden – entweder rein auf SSTP oder rein auf IKEv2. Durch diese statische Festlegung lässt sich die Blockade beim Verbindungsaufbau umgehen.
Weitere Korrekturen im aktuellen Update-Paket
Die Sicherheitsaktualisierungen des Vormonats hatten in Unternehmensumgebungen bereits für zusätzliche Reibungspunkte gesorgt. Nach den September-Updates waren unter anderem Störungen bei Hyper-V, Remotedesktop-Verbindungen und USB-Audio aufgetreten, die Microsoft über separate Notfallkorrekturen außerhalb des regulären Update-Zyklus nachbessern musste.
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Das aktuelle Update KB5127648 adressiert abseits der VPN-Thematik mehrere andere Schwachstellen. So behebt das Paket Programmabstürze im Zusammenhang mit Dolby Digital beziehungsweise AC-3 unter Windows 11 24H2, 25H2 und 26H2, welche durch die Aktualisierung KB5124010 vom 22. September 2026 ausgelöst worden waren.
Darüber hinaus korrigiert das Paket schwarze Bildschirme bei Azure Virtual Desktop in Kombination mit FSLogix, Ruckler des Mauszeigers in Spielen, Druckfehler bei generischen Treibern sowie Ausfälle der Fingerabdruckerkennung nach einem Kaltstart.
