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Windows 11: Nutzer schalten zehn KI-Features in fünf Minuten ab

02.07.2026 - 14:12:47 | boerse-global.de

Anwender deaktivieren zunehmend KI-Features in Windows 11. Microsoft plant Update für umstrittene Copilot-Taste und neue Firmen-KI.

Windows 11: Nutzer wehren sich gegen KI-Integration und Copilot-Taste
Windows - Eine menschliche Hand interagiert mit einer leuchtend blauen Platine, die das Deaktivieren von KI-Funktionen in Windows 11 symbolisiert. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Trotz einer millionenschweren Marketingkampagne rund um die neue Copilot-Taste suchen immer mehr Anwender nach Wegen, die KI-Funktionen zu deaktivieren oder ganz zu entfernen. Der Grund: Die Tools fressen Systemressourcen und stören den Arbeitsablauf.

Fünf Minuten für zehn KI-Features

Technische Anleitungen, die Anfang Juli 2026 veröffentlicht wurden, zeigen, wie Anwender innerhalb von fünf Minuten rund zehn verschiedene KI-Komponenten abschalten können. Die Methoden reichen vom Entfernen KI-gesteuerter Aktionen aus dem Kontextmenü bis zur Deaktivierung der „Click To Do"-Funktion auf Copilot+-PCs.

Besonders hart trifft es die Integration in Standardanwendungen. Nutzer schalten KI-Erweiterungen in Notepad und der Microsoft-Office-Suite ab, kehren zur klassischen Fotos-App zurück und deaktivieren Windows Studio Effects in den Kameraeinstellungen. Selbst das umstrittene Feature Windows Recall, das Bildschirminhalte aufzeichnet, wird über die Datenschutzeinstellungen ausgeschaltet.

Hardware-Ärger: Die Copilot-Taste als Störfaktor

Die physische Integration der KI sorgt ebenfalls für Frust. Microsoft hatte die neue Copilot-Taste in sozialen Medien als zentrales Bedienelement auf modernen Tastaturen beworben. Doch viele Anwender kritisieren, dass die Taste die rechte Strg- oder Kontextmenü-Taste ersetzt – ein Eingriff in etablierte Arbeitsabläufe.

Microsoft hat die Kritik inzwischen zur Kenntnis genommen. Ein zukünftiges Update soll es ermöglichen, die Copilot-Taste wieder auf ihre ursprüngliche Funktion zurückzusetzen. Aktuell öffnet die Taste lediglich eine Webanwendung im Edge-Browser – nach Ansicht von Kritikern eine unnötige Ressourcenverschwendung.

Neue KI-Offensive für Unternehmen

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Während Privatanwender die KI-Funktionen zurückdrängen, treibt Microsoft die Entwicklung für Unternehmen weiter voran. Für Microsoft Teams ist eine „Facilitator AI" geplant, die ab Anfang August 2026 schrittweise ausgerollt wird. Die Funktion hört Besprechungen in Echtzeit mit, identifiziert Wissenslücken und liefert Antworten aus dem Web direkt in den Chat.

Aus Datenschutzgründen ist das Feature standardmäßig deaktiviert. Es benötigt eine Microsoft-365-Copilot-Premium-Lizenz und kann von Systemadministratoren auf Mandantenebene unterbunden werden. In normalen Anrufen, Webinaren oder Town-Hall-Veranstaltungen steht die Funktion nicht zur Verfügung.

Performance-Probleme behoben

Parallel zur KI-Expansion hat Microsoft technische Altlasten beseitigt. Ein Update Ende Juni 2026 (KB5095093) behebt einen Bug im Capability Access Manager, der dazu führte, dass die Datei CapabilityAccessManager.db-wal massiv Speicherplatz belegte – in Einzelfällen bis zu 70 Gigabyte.

Das gleiche Update bringt Verbesserungen für den Datei-Explorer. Die Startgeschwindigkeit steigt durch eine Neugestaltung der Registerkarte „Start", und ein Problem mit einfrierender Adressleiste wurde behoben. Diese Änderungen sind Teil einer grundlegenden technischen Überarbeitung: Eine Neuprogrammierung mit WinUI 3 soll den Speicherverbrauch um 41 Prozent senken und die Startzeit um 25 Prozent verkürzen.

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Ausblick: Windows 26H2 kommt Ende 2026

Die 2025 eingeführte Neugestaltung des Startmenüs ist inzwischen für alle aktuellen Windows-11-Versionen ausgerollt. Das nächste große Update mit der Bezeichnung 26H2 wird für Ende 2026 erwartet. Es soll neue Anpassungsmöglichkeiten bringen, darunter die Option, Abschnitte zu vergrößern oder Kontonamen auszublenden. Microsoft steht damit vor der Herausforderung, KI-Integration und Nutzerwünsche unter einen Hut zu bringen.

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