Windows 11: Neue Systemwiederherstellung sichert Nutzerdaten
24.06.2026 - 23:28:18 | boerse-global.de
Die Vorabversion KB5095093 bringt eine revolutionäre Systemwiederherstellung mit, die erstmals auch persönliche Nutzerdaten in den Rettungsprozess einbezieht.
„Point-in-Time Restore": So funktioniert die Rettungsfunktion
Die neue Point-in-Time Restore-Funktion nutzt den Volume Shadow Copy Service (VSS), um umfassende System-Snapshots zu erstellen. Anders als die klassische Systemwiederherstellung erfasst sie nicht nur das Betriebssystem und installierte Anwendungen, sondern auch sämtliche lokalen Benutzerdateien.
Das System generiert automatisch alle 24 Stunden einen Wiederherstellungspunkt. Diese bleiben für ein rollierendes 72-Stunden-Fenster erhalten. Um die Speicherbelastung gering zu halten, hat Microsoft den Speicherplatz auf zwei Prozent der Festplattenkapazität begrenzt.
Die Wiederherstellung erfolgt über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (RE). Nutzer müssen unter Umständen ihren BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel bereithalten, um den Rollback durchzuführen.
Wer bekommt die Funktion – und wer nicht
Seit dem 24. Juni ist das Update für die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 verfügbar. Die Funktion ist standardmäßig für Home- und nicht verwaltete Pro-Geräte aktiviert – vorausgesetzt, die Systempartition hat mindestens 200 Gigabyte.
Trotz neuer Rettungsfunktionen bleibt ein Systemausfall für viele Nutzer ein Schreckensszenario, besonders wenn Windows gar nicht mehr startet. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit einem Windows-11-USB-Stick für den Notfall vorsorgen und Ihren PC jederzeit selbst retten können. Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihren Notfall-Stick kostenlos sichern
Anders sieht es in Unternehmen aus: Für verwaltete Pro- und Enterprise-Umgebungen bleibt die Funktion zunächst deaktiviert. Eine vollständige Integration für verwaltete Geräte wird mit dem Release 26H2 erwartet. Administratoren können die Intervalle aber bereits jetzt über Intune konfigurieren.
Die Update-Dateien selbst sind beachtlich: 5,4 Gigabyte für x64-Systeme, 4,8 Gigabyte für ARM64-Architekturen.
Mehr als nur Wiederherstellung: Weitere Neuerungen
Das Update bringt eine Reihe praktischer Verbesserungen mit:
- Windows-Updates: Eine neue Kalenderfunktion erlaubt das Pausieren von Updates bis zu 35 Tagen
- Emoji-Panel: Der GIF-Anbieter wechselt von Tenor zu GIPHY – der Wechsel muss bis zum 30. Juni abgeschlossen sein
- Widgets: Ein Redesign verhindert, dass sich die Widget-Leiste beim Überfahren mit der Maus automatisch öffnet
- Bildschirmtönung: Sechs neue Voreinstellungen für Farbfilter im Vollbildmodus
- Bluetooth: Verbesserte Verbindungsstabilität für AirPods und das Beats Studio Pro
- Datei-Explorer: Fehlerbehebungen, unter anderem bei Dateinamen im Papierkorb
Neue Funktionen wie das „Point-in-Time Restore“ machen Windows 11 sicherer, doch kleine Fehler im System oder bei Updates können den Alltag weiterhin stören. IT-Experte Manfred Kratzl erklärt in seinem Gratis-Report, wie Sie typische Windows-Probleme ohne teuren Technik-Service in wenigen Minuten selbst beheben. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 herunterladen
Eine bekannte Einschränkung gibt es jedoch: Bestimmte Drittanbieter-Apps können nach dem Update Probleme beim Öffnen von Microsoft-Office-Dokumenten haben.
Die aktuelle Vorabversion ist optional. Die verpflichtenden Sicherheitsupdates folgen planmäßig im Juli 2026.
