Windows 11: Microsoft testet neue Taskleiste und Performance-Boost
19.05.2026 - 13:37:28 | boerse-global.deDer Software-Riese arbeitet an mehreren Fronten: Nutzer wünschen sich mehr Kontrolle, die Konkurrenz schläft nicht.
Microsoft treibt die Weiterentwicklung von Windows 11 voran. Gleich mehrere Neuerungen stehen in den Startlöchern: eine überarbeitete Taskleiste mit Mehrfachbildschirm-Unterstützung, ein optimiertes Startmenü und ein spezieller „Low Latency“-Modus für flüssigere Reaktionen. Die Updates kommen zu einem kritischen Zeitpunkt – während Apple im Premium-Laptop-Segment dominiert und die Konkurrenz im Sommer neue Software enthüllt.
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Taskleiste und Startmenü: Mehr Freiheit für Nutzer
Seit dem 17. Mai 2026 testet Microsoft eine Reihe von Anpassungen, die den Nutzern deutlich mehr Kontrolle über die zentralen Navigationselemente geben. Das wohl wichtigste Feature: Die Taskleiste soll künftig pro Monitor unterschiedlich positioniert werden können. Per Drag-and-drop lässt sich die Leiste dann unabhängig auf mehreren Bildschirmen verschieben – ein Manko, das seit dem Start von Windows 11 besteht.
Auch das Startmenü wird grundlegend überarbeitet. Der bisherige Bereich „Empfohlen“, der gelegentlich auch für Werbung genutzt wurde, weicht einer neuen Sektion „Zuletzt verwendet“, die sich strikt an der tatsächlichen Nutzeraktivität orientiert. Diese lässt sich ebenso ein- und ausblenden wie die Kategorien „Angepinnt“ und „Alle Apps“. Zusätzlich gibt es neue Größenoptionen: „Klein“ oder „Groß“ – je nach Bildschirmgröße und Arbeitsweise.
Weitere Neuerungen betreffen den Datenschutz: Nutzer können künftig ihren Profilnamen und ihr Bild im Startmenü ausblenden. Und für alle, die mit vielen Dateien arbeiten, gibt es getrennte Einstellungen für die Chronik im Startmenü und im Datei-Explorer. So vermischt sich die private Nutzung nicht mit beruflichen Arbeitsabläufen.
Juni-Update: Der „Low Latency“-Modus kommt
Deutlich spürbarer dürfte ein Performance-Update sein, das für Juni 2026 angekündigt ist. Der sogenannte „Low Latency Profile“ soll Verzögerungen beim Start von Programmen oder beim Öffnen des Startmenüs eliminieren. Das Prinzip: Die CPU wird für ein bis drei Sekunden kurz hochgetaktet, sobald der Nutzer eine Aktion ausführt.
Erste Tests mit einem Intel Core i5 und 4 GB RAM zeigten, dass die Auslastung dabei kurzzeitig auf bis zu 96 Prozent steigen kann – für eine gefühlte Echtzeit-Reaktion. Flankiert wird das Ganze von Optimierungen am WinUI-3-Framework. Interne Daten belegen: Die Speicherbelegung im Datei-Explorer sank um 41 Prozent, die Laufzeit des WinUI-Codes um 25 Prozent. Das System soll sich so auf einer breiteren Hardware-Palette flotter anfühlen – vom Einsteiger-Gerät bis zur High-End-Workstation.
Ein weiteres Zeichen für mehr Flexibilität: Die spezielle Copilot-Taste auf neuen Geräten lässt sich per Software-Update umbelegen – etwa als rechte Strg-Taste oder Kontextmenü-Taste. Eigene Makros oder das Starten von Drittanbieter-Apps sind zwar noch nicht möglich, der Schritt zeigt aber: Microsoft reagiert auf Nutzer, die die KI-Integration nicht täglich brauchen.
Stabilität: Cloud-Hilfe für Treiber-Probleme
Microsoft denkt auch langfristig. Am 18. Mai 2026 wurden Details zu einer neuen Funktion namens „Cloud-Initiated Driver Recovery“ bekannt. Sie soll defekte oder korrupte Treiber automatisch aus der Cloud wiederherstellen. Der breite Rollout ist für September 2026 geplant. Parallel dazu entwickelt der Konzern ein System auf Basis von Hardware-IDs (HWID) und Chassis-IDs (CHID), das versehentliche Grafiktreiber-Downgrades verhindern soll – Zieltermin: Ende 2026 bis Anfang 2027.
Diese Stabilitätsbemühungen sind auch eine Reaktion auf jüngste Pannen. So sorgte das kumulative Update KB5089549 vom 12. Mai 2026 für Windows 11 (Versionen 24H2 und 25H2) für weitreichende Installationsprobleme. Nutzer berichteten von Fehlercode 0x800f0922, der meist bei 35 bis 36 Prozent Fortschritt auftauchte.
Die Ursache: Zu wenig freier Speicher auf der EFI-Systempartition (ESP) – konkret weniger als 10 MB. Für Privatanwender hat Microsoft einen automatischen Rollback (KIR) aktiviert. In Unternehmen müssen Administratoren per Gruppenrichtlinie oder manueller Bereinigung (etwa durch Löschen überflüssiger Hersteller-Ordner) nachhelfen.
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Marktlage: Apples Dominanz im Premium-Segment
Der Zeitpunkt der Windows-11-Updates ist kein Zufall. Aktuelle Zahlen vom April 2026 zeigen: Apple hat im Premium-Laptop-Segment die Nase vorn. Auf großen globalen Plattformen wie Amazon erzielt der Konzern 59 Prozent des gesamten Laptop-Umsatzes – bei einem Mengenanteil von „nur“ 47 Prozent. Der Durchschnittspreis eines Apple-Geräts liegt bei umgerechnet rund 950 Euro. Zum Vergleich: Windows-Geräte von HP, Lenovo und Co. sind im Schnitt deutlich günstiger.
Der Druck auf Microsoft wächst zusätzlich durch Apples Terminkalender. Die Worldwide Developers Conference (WWDC) findet vom 8. bis 12. Juni 2026 statt. Erwartet wird die Ankündigung von macOS 27 – dem ersten Betriebssystem, das komplett auf Intel-Prozessoren verzichtet und nur noch auf Apple Silicon läuft. Ein Schritt, den Apple bereits auf seiner Entwicklerkonferenz 2025 angedeutet hatte.
Ausblick: Was bringt der Rest des Jahres?
Für Microsoft geht es in der zweiten Jahreshälfte 2026 um die Quadratur des Kreises: Feature-reiche Updates liefern, ohne die Stabilität zu gefährden, die Unternehmenskunden brauchen. Der Low-Latency-Modus im Juni wird der erste echte Test, ob sich per Software-Steuerung der CPU-Takt spürbare Verbesserungen auf vorhandener Hardware erzielen lassen.
Die Cloud-basierte Treiberwiederherstellung im September und der Grafiktreiber-Schutz Anfang 2027 zeigen zudem: Microsoft setzt auf eine langfristige Strategie, um die technischen Hürden zu senken, die Windows-Nutzer seit Jahren begleiten. Angesichts der wachsenden Dominanz von Apples integrierten Ökosystemen sind diese Verbesserungen überfällig – für Microsoft und seine Partner gleichermaßen.
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