Windows, Microsoft

Windows 11: Microsoft startet Windows Ready Print Standard

03.06.2026 - 17:13:26 | boerse-global.de

Microsoft hält an der Systemsteuerung fest, führt aber mit Windows Ready Print einen treiberlosen Druckstandard ein. Neue KI-PCs und Updates steigern die Performance.

Windows 11: Microsoft startet Windows Ready Print Standard - Bild: über boerse-global.de
Windows 11: Microsoft startet Windows Ready Print Standard - Bild: über boerse-global.de

Der Software-Riese modernisiert sein Betriebssystem schrittweise – und hält dabei an bewährten Funktionen fest.

Microsoft verfolgt bei Windows 11 einen klaren Doppelkurs: Neue Sicherheitsstandards und KI-Funktionen treiben die Entwicklung voran, während die Kompatibilität mit älterer Hardware erhalten bleibt. Besonders im Druckbereich zeichnet sich ein grundlegender Wandel ab.

Neue Druckstandards und alte Vertraute

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Die Systemsteuerung bleibt auch 2026 ein fester Bestandteil von Windows – trotz aller Bemühungen, Funktionen in die modernere Einstellungen-App zu überführen. Microsoft betont, dass die Systemsteuerung für Profi-Anwender und den Betrieb älterer Drucker unverzichtbar ist. Funktionen wie BitLocker, ODBC-Einstellungen und erweiterte Netzwerkadapter-Verwaltung laufen weiterhin über die klassische Oberfläche.

Gleichzeitig bereitet Microsoft den nächsten Schritt vor: Der Windows Ready Print-Standard, basierend auf dem Internet Printing Protocol (IPP), befindet sich seit Wochen in der Testphase. Erstmals in Build 26220.8544 vorgestellt, soll er die Treiberlandschaft radikal vereinfachen. Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die Sicherheitslücke „PrintNightmare" (CVE-2021-34527), die im Juli 2021 für Aufsehen sorgte. Zwar wurden damals Patches gegen Remote-Angriffe veröffentlicht, doch der Vorfall machte deutlich: Die druckertreiberlose Architektur, die Microsoft nun priorisiert, ist der sicherere Weg.

Hardware-Anforderungen steigen

Seit dem 3. Juni 2026 gelten verschärfte Voraussetzungen für verschiedene Dienste. Der Amazon DCV Client verlangt nun zwingend ein 64-Bit-Windows, aktuelle Linux-Distributionen oder macOS 12 und höher. Der Web-Zugriff benötigt Browser mit WebGL und asm.js-Unterstützung – mobile Betriebssysteme bleiben außen vor.

Für Unternehmen aktualisierte Microsoft Learn am 2. Juni die Anforderungen an Windows 365 Cloud-PC-Images. Diese müssen als Generation 2 generalisiert sein, maximal 3.000 Anwendungen im Startmenü enthalten. Während Microsoft monatlich aktualisierte Galerie-Images mit Office- oder Entwickler-Konfigurationen bereitstellt, sind kundeneigene Images auf 20 pro Mandant begrenzt.

Die neuen Copilot+ PCs setzen die Messlatte für KI-Funktionen hoch: Mindestens 16 GB RAM, 256 GB Speicher und eine Neural Processing Unit (NPU) mit über 40 TOPS Rechenleistung sind Pflicht. Im Experimental Build 26300.8553 hat Microsoft zudem eine versteckte Verwaltungsseite und einen Deinstallations-Button für lokale KI-Modelle integriert – etwa das 2,5 GB große Phi Silica. Nutzer leistungsstarker Rechner können so Speicherplatz gezielt freigeben.

Neue Hardware und Performance-Sprünge

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Der Druckermarkt wächst weiter mit Geräten für hohe Volumen zu niedrigen Kosten. Epson erweiterte am 1. Juni seine EcoTank-Serie um die Modelle ET-1910 und ET-2910. Diese nutzen hitzefreie Technologie und versprechen deutliche Einsparungen gegenüber herkömmlichen Patronendruckern. Die neuen Modelle unterstützen WLAN Direct und Apple AirPrint – ein klares Signal für drahtloses, treiberintegriertes Drucken.

Auch die System-Performance verbessert sich spürbar. Das optionale Update KB5089573 für Windows 11, Ende Mai veröffentlicht, soll Startmenü und Suchfunktion um bis zu 70 Prozent beschleunigen. Zudem führt es die NPU-Überwachung im Task-Manager und Shared Audio für Bluetooth LE ein – zwei Geräte können dann gleichzeitig Audio empfangen.

Ein weiteres Update behebt den Installationsfehler 0x800f0922, der auftrat, wenn die EFI-Systempartition (ESP) weniger als 10 MB freien Speicher hatte. Die Korrektur ist in den aktuellen Vorschau-Updates enthalten und wird mit dem Juni-Patch-Zyklus breit ausgerollt.

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