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Windows 11: Microsoft modernisiert Setup und erlaubt Update-Überspringen

09.06.2026 - 20:24:02 | boerse-global.de

Microsoft modernisiert die Windows-11-Installation mit Update-Umgehung und frei wählbaren Benutzerordnern. Neue Updates bringen KI-Überwachung.

Windows 11 Setup: Updates überspringen & Ordner selbst benennen
Windows - Holographic Windows 11 logo projected onto a clean computer setup, symbolizing new installation and setup features. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Windows-11-Setup-Prozess wird umfassend modernisiert. Nutzer können künftig Updates überspringen und Ordner selbst benennen.

Microsoft hat am heutigen Dienstag weitreichende Änderungen am Installationsprozess von Windows 11 vorgestellt. Die Neuerungen zielen darauf ab, die lästigen Unterbrechungen während der Ersteinrichtung zu reduzieren und den Anwendern mehr Entscheidungsfreiheit zu geben. Besonders im Fokus: die oft kritisierten Zwangs-Updates während der sogenannten Out-of-Box-Experience (OOBE).

Updates überspringen – endlich möglich

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Eine der wichtigsten Neuerungen: Nutzer können bei einer Neuinstallation künftig die Option „Update Later" wählen und damit Updates während des Einrichtungsprozesses überspringen. Das Feature wurde heute auf High-End-Hardware getestet und bestätigt. Es setzt eine Strategie um, die Microsoft-Vizepräsident Pavan Davuluri bereits im März 2026 angekündigt hatte – das Ziel: weniger Störungen durch Update-Prozesse direkt nach der ersten Inbetriebnahme.

Benutzerordner: Schluss mit kryptischen Namen

Ein langjähriges Ärgernis wird ebenfalls behoben: Während der Ersteinrichtung können Anwender jetzt eigene Namen für ihre Benutzerordner vergeben. Bisher generierte das System diese Namen automatisch aus den Anmeldedaten – was oft zu abgeschnittenen oder unschönen Verzeichnisstrukturen führte. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung für alle, die Wert auf Ordnung auf ihrer Festplatte legen.

Neue Updates mit Leistungs-Boost und KI-Überwachung

Die heute veröffentlichten kumulativen Updates KB5094126 und KB5093998 bringen Windows 11 Version 24H2 auf Build 26100.8457 und Version 25H2 auf Build 26200.8457. Technisch spannend: Ein neues „Low Latency Profile" soll speziell Startmenü und Suchfunktionen einen CPU-Leistungsschub verpassen.

Der Task-Manager wurde ebenfalls aufgerüstet: Neue Spalten für Neural Processing Units (NPUs) erlauben die Überwachung spezialisierter KI-Hardware. Angesichts der zunehmenden Verbreitung solcher Chips in modernen Laptops – Marktforscher von Gartner beziffern den Anteil KI-fähiger PCs 2025 auf 17 Prozent – eine sinnvolle Erweiterung.

Weitere Neuerungen: Shared Audio über Bluetooth LE Audio für zwei gleichzeitige Verbindungen sowie die Möglichkeit, eine Multi-App-Kamera-Konfiguration zu nutzen.

Sicherheits-Uhren ticken: UEFI-Zertifikate laufen aus

Microsoft nutzt den Update-Zyklus auch für kritische Sicherheits-Infrastruktur. Ältere UEFI-Secure-Boot-Zertifikate aus dem Jahr 2011 laufen am 24. Juni 2026 ab. Geräte, die nicht rechtzeitig aktualisierte Zertifikate erhalten, könnten ihren Boot-Schutz verlieren. Ein unterschätztes Risiko für ältere Systeme.

Installations-Probleme: Nicht alles läuft rund

Trotz der Verbesserungen berichten Anwender heute von Schwierigkeiten bei Neuinstallationen. System-Freezes und Fehlermeldungen wie „Something Went Wrong" bei USB-Installationen sind keine Seltenheit. Technische Analysten haben den Fehlercode 0x80070306 identifiziert, der auf fehlgeschlagene binäre Delta-Patches in den Component-Based-Servicing-Logs (CBS) zurückgeht. Ursache sind offenbar Treiber oder Sprachpakete, die Anfang des Jahres aktualisiert wurden – darunter der Windows-Hello-Face-Treiber und verschiedene Wireless-Display-Komponenten.

Insider-Programm: Neuer Beta-Kanal für Version 26H1

Für Tester hält Microsoft ebenfalls Neuerungen bereit: Ein neuer Beta-Kanal für Version 26H1 wurde heute eröffnet. Er erlaubt die Evaluierung kommender Features wie dem Administrator-Schutz in den Systemeinstellungen – ohne dass bei einem Wechsel zwischen experimentellem und Beta-Track eine komplette Neuinstallation nötig wird.

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Der Markt im Wandel

Die Optimierungen kommen zu einer Zeit, in der der PC-Markt unter Druck steht. Während KI-PCs 2025 auf 17 Prozent Marktanteil kamen, prognostiziert IDC für 2026 einen Rückgang der gesamten PC-Auslieferungen um 11,3 Prozent. Hardware-Hersteller setzen weiterhin auf High-End-Chips für lokale KI-Modelle – die Preise für entsprechende Laptops dürften die 2.000-Euro-Marke überschreiten.

Für ambitionierte Nutzer bietet sich mit ReviOS eine Alternative: Diese Open-Source-Konfiguration entfernt Edge, OneDrive und Copilot und deaktiviert automatische Updates für einen längeren Zeitraum. Allerdings deaktiviert sie standardmäßig auch Windows Defender – ein manueller Nachrüst-Schutz ist dann Pflicht.

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