Windows, Microsoft

Windows 11: Microsoft macht KI-Taste umprogrammierbar

18.06.2026 - 15:25:19 | boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Kritik und ermöglicht die Neubelegung der Copilot-Taste. Zudem lockert der Konzern die KI-Hardware-Vorgaben für Copilot+.

Microsoft erlaubt Umprogrammierung der KI-Taste auf Windows-Tastaturen
Windows - Close-up of a laptop keyboard with a glowing, customizable key, symbolizing AI and user control on Windows 11. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Schritt soll Kritik an mangelnder Flexibilität entschärfen.

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Mehr Kontrolle für Nutzer

Die spezielle Copilot-Taste, die Microsoft erst vor rund einem Jahr als festen Bestandteil neuer Windows-11-Geräte einführte, wird künftig ihre Funktion wechseln können. Ein Update noch in diesem Jahr soll es ermöglichen, die Taste über die Windows-Einstellungen neu zu belegen. Unter dem Menüpunkt „Bluetooth & Geräte" und dann „Tastatur" können Anwender der Taste künftig alternative Befehle zuweisen – etwa die rechte Strg-Taste oder die Kontextmenü-Taste.

Hintergrund der Entscheidung: Die starre Belegung der KI-Taste störte in der Praxis. Vor allem professionelle Anwender und Menschen mit Behinderungen berichteten von Problemen in ihren Arbeitsabläufen. Microsoft will die Taste als Hardware-Standard aber beibehalten – nur ihre Funktion wird flexibel.

KI-Suche wird flexibler

Die Anpassung der Tastatur ist nicht die einzige Neuerung. In einer aktuellen Testversion für Windows-Insider vom Juni 2026 arbeitet Microsoft an einem Schalter, der die Bing-Websuche im Startmenü und in der Taskleiste abschaltet. Wer den Haken setzt, sieht nur noch lokale Dateien, Apps und Einstellungen – ein Zugeständnis an Datenschutzbedenken und den Wunsch nach relevanteren Suchergebnissen.

Eine weitere Verbesserung: Seit dem 12. Juni 2026 testet Microsoft eine „Fuzzy-Suche". Das System erkennt und korrigiert Tippfehler automatisch – und das direkt auf dem Gerät. Wer etwa „Outlok" eingibt, bekommt trotzdem Outlook angezeigt.

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Weniger strenge KI-Hardware-Vorgaben

Auch bei den Hardware-Anforderungen für die KI-Funktionen von Copilot+ lockert Microsoft die Zügel. In den Entwicklerversionen vom Juni 2026 zeichnet sich ab: Bestimmte textbasierte KI-Funktionen benötigen künftig keinen speziellen KI-Chip (NPU) mehr. Stattdessen reichen Grafikkarten der Nvidia-GeForce-RTX-30-Serie oder neuer mit mindestens sechs Gigabyte Videospeicher aus. Diese Systeme können dann das Phi-Silica-Modell direkt auf der GPU ausführen – etwa für Textzusammenfassungen oder Umformulierungen.

Allerdings: Für besonders rechenintensive Aufgaben bleibt der NPU weiterhin Pflicht. Microsoft zieht damit eine klare Grenze zwischen alltäglichen KI-Helfern und echten Hochleistungsanwendungen.

Neue KI-Dienste für Unternehmen

Parallel zu den System-Updates baut Microsoft sein KI-Angebot für Firmen aus. Am 17. Juni 2026 startete „Copilot Cowork“ – ein KI-Agent, der mehrstufige Aufgaben in Microsoft 365 erledigt. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über ein Guthabensystem. Voraussetzung: Eine bestehende Microsoft-365-Copilot-Lizenz.

Für Entwickler gab es ebenfalls Neues: Visual Studio Code 1.125, veröffentlicht am 18. Juni 2026, enthält einen neuen Button zur Installation von Modellanbietern. Damit lassen sich Sprachmodell-Erweiterungen künftig deutlich einfacher in die Entwicklungsumgebung integrieren.

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