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Windows 11: Microsoft löscht KI-Modelle und stoppt 500-GB-Datenmüll

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 08:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Speicherprobleme: KI-Komponenten lassen sich nun deinstallieren, ein kritischer Patch behebt zudem ein Datenleck mit bis zu 500 GB Datenmüll.

Windows 11: Neue Lösch-Optionen für KI-Modelle und wichtiges Sicherheitsupdate
Nahaufnahme eines Windows 11-Einstellungsbildschirms mit Optionen zum Verwalten und Entfernen lokaler KI-Modellspeicher. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

KI-Modelle fressen Gigabyte – jetzt reagiert Microsoft mit neuen Lösch-Optionen und einem dringenden Sicherheitsupdate.

Die wachsenden Hardware-Anforderungen lokaler Künstlicher Intelligenz zwingen Microsoft zum Handeln. Erste Testversionen von Windows 11 enthalten nun Funktionen, die Nutzern mehr Kontrolle über den Speicherverbrauch integrierter KI-Modelle geben. Gleichzeitig stopft ein kritisches Sicherheitsupdate ein Datenleck, das Systemfestplatten mit bis zu 500 Gigabyte unnötiger Daten belasten konnte.

KI-Modelle lassen sich jetzt deinstallieren

Seit dem 23. Juli 2026 testet Microsoft in der experimentellen Vorschauversion 26300.8553 eine versteckte Option: Nutzer können bestimmte KI-Komponenten gezielt entfernen. Betroffen ist unter anderem Phi Silica, Microsofts eigenes Sprachmodell für Textaufgaben. Wer die KI-Modelle löscht, gewinnt rund 2,59 Gigabyte Speicherplatz zurück.

Der Schritt ist kein Zufall. Die Hardware-Anforderungen für KI-fähige PCs sind hoch: Copilot+-PCs benötigen mindestens 16 Gigabyte RAM, 256 Gigabyte Speicher und eine Neural Processing Unit (NPU) mit 40 Billionen Operationen pro Sekunde. Gerade bei günstigeren Konfigurationen wird jeder freie Gigabyte zum Luxus.

Kritischer Patch stoppt 500-GB-Datenmüll

Nur einen Tag zuvor, am 22. Juli, veröffentlichte Microsoft das dringende Update KB5101650 für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2. Der Patch behebt einen schwerwiegenden Fehler: Die Systemdatei CapabilityAccessManager.db-wal konnte auf bis zu 500 Gigabyte anwachsen.

Das Problem war seit Mai bekannt. Der Write-Ahead-Log-Mechanismus räumte sich nicht richtig auf – besonders auf Systemen mit vielen Standortabfragen. Nach der Installation des Updates schrumpft die Datei meist auf wenige Megabyte. Microsoft empfiehlt: Wer keine sofortige Besserung sieht, soll die Log-Datei manuell im abgesicherten Modus löschen.

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Branche setzt auf schlankere KI-Modelle

Microsofts Optimierungen sind Teil eines größeren Trends. Am 23. Juli meldete Multiverse Computing Fortschritte bei der Komprimierung großer Sprachmodelle. Mit seiner CompactifAI-Technologie schrumpfte das Modell Llama 3.3 70B von 130 auf 65 Gigabyte – bei über 97 Prozent Genauigkeit. Getestet wurde auf Intel Xeon 6 Prozessoren.

Auch Weka zog am 22. Juli nach: Die Systeme NeuralMesh 6 und Wekapod 3 nutzen einen erweiterten Speicherverbund, der vorberechnete Token auf NAND-Flash zwischenspeichert. Das entlastet Grafikkarten bei langen KI-Dialogen. Speicher-Optimierung wird zum entscheidenden Faktor – vom Privat-PC bis zum Rechenzentrum.

Speicher-Boom: Südkorea als Gradmesser

Wie dringend die Optimierungen sind, zeigen Zahlen aus Südkorea. Die Exporte von Speicherchips aus der Provinz Süd-Chungcheong stiegen im ersten Halbjahr um 278,9 Prozent auf 59,2 Milliarden Euro. Grund ist der Hunger der KI-Rechenzentren nach High-Bandwidth-Memory (HBM) und Enterprise-SSDs.

Analysten warnen: Werden Hochleistungsspeicher zunehmend in KI-Systeme umgeleitet, könnten DDR5-RAM und NVMe-SSDs für Endverbraucher knapp oder teurer werden. Effizientes Speichermanagement unter Windows 11 wird damit zur Überlebensfrage.

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Weitere Neuerungen im Überblick

Neben den KI-Funktionen bringen die aktuellen Insider-Builds vom 22. Juli zahlreiche Verbesserungen:

  • Datei-Explorer: Automatische Umrechnung zwischen KB, MB und GB; Ordner per Mittelklick in neuem Tab öffnen
  • Spracheingabe: Voice-Isolation-Technologie und Unterstützung für Koreanisch
  • Touchpad: Separate Steuerung für Scroll- und Zoomgeschwindigkeit
  • Startmenü & Taskleiste: Höhere Zuverlässigkeit; Abschnitte wie „Angeheftet" oder „Zuletzt verwendet" lassen sich ein- und ausblenden
  • Energieverwaltung: Benutzerdefinierte Schwellenwerte für Energiesparmodi

Die Updates sind derzeit im Release Preview und Beta-Kanal verfügbar. Ein Rollout an alle Nutzer wird in den kommenden Monaten erwartet.

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