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Windows 11: Microsoft erlaubt erstmals KI-Modelle zu löschen

04.06.2026 - 12:52:02 | boerse-global.de

Microsofts neuer Insider-Build ermöglicht das Entfernen von KI-Komponenten. Die Option erscheint zeitgleich mit der Abkehr von OpenAI und dem Fokus auf eigene Modelle.

Windows 11: Microsoft erlaubt erstmals KI-Modelle zu löschen - Bild: über boerse-global.de
Windows 11: Microsoft erlaubt erstmals KI-Modelle zu löschen - Bild: über boerse-global.de

In einer experimentellen Version von Windows 11 hat Microsoft eine Funktion entdeckt, die Nutzern erlaubt, lokale KI-Komponenten gezielt zu deinstallieren. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern seine Abhängigkeit von OpenAI beendet und auf eigene Modelle setzt.

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Mehr Kontrolle über Speicherplatz

Die neue Option tauchte im aktuellen Insider Build 26300.8553 auf. Tester entdeckten ein KI-Panel speziell für sogenannte Copilot+-PCs. Es listet installierte lokale Modelle wie Phi Silica auf – und bietet einen Knopf zum Entfernen.

Der Hintergrund: Lokale KI-Modelle belegen oft mehrere Gigabyte Speicher. Wer sie nicht nutzt, kann nun Platz zurückgewinnen und die Systemleistung verbessern. Wann die Funktion für alle Nutzer kommt, ließ Microsoft offen.

Abschied von OpenAI – neue Strategie

Die Testphase fällt mit einer grundlegenden Neuausrichtung zusammen. Erst am 3. Juni, auf der Entwicklerkonferenz Build 2026, präsentierte Microsoft seine Pläne nach der Trennung von OpenAI Ende April. Der Konzern setzt nun voll auf eigene Modelle.

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Das Flaggschiff heißt MAI-Thinking-1 – ein Reasoning-Modell mit einer Billion Parametern, von denen 35 Milliarden aktiv sind. Der Kontextfenster umfasst 128.000 Token. Insgesamt sieben Modelle decken Aufgaben von Programmierung über Bildgenerierung bis Transkription ab. Dazu kommt Scout, ein Autopilot-Agent für alltägliche Arbeitsabläufe.

Hardware für die KI-Zukunft

Unter dem Namen Project Solara skizziert Microsoft eine Vision für KI-native Geräte. Konkret wird die Surface RTX Spark Dev Box: Ein Entwickler-Rechner auf Arm-Basis mit Nvidia-RTX-Spark-Technologie, 128 Gigabyte Unified Memory und einer Rechenleistung von 1.000 Teraflops.

Für Unternehmen integriert Windows künftig OpenClaw-Unterstützung zur Verwaltung von KI-Agenten. Und mit ASSERT stellt Microsoft ein Open-Source-Framework (MIT-Lizenz) bereit. Es wandelt interne KI-Richtlinien in ausführbare Tests um. Laut technischer Dokumentation erreicht das Tool eine Übereinstimmungsrate von 80 bis 90 Prozent mit menschlichen Bewertungen – getestet unter anderem mit LangChain und OpenAI.

Interne Dokumente zeigen: Microsoft skaliert seine KI-Agenten-Fähigkeiten derzeit in einem mehrstufigen Plan. Über 1.000 Mitarbeiter nutzen bereits die neue Scout-Technologie.

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