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Windows 11: Microsoft erlaubt Deinstallation von KI-Komponenten

03.06.2026 - 12:35:21 | boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Nutzerkritik und ermöglicht in neuer Build das Löschen lokaler KI-Modelle per Klick.

Windows 11: Microsoft erlaubt Deinstallation von KI-Komponenten - Bild: über boerse-global.de
Windows 11: Microsoft erlaubt Deinstallation von KI-Komponenten - Bild: über boerse-global.de

Neue Insider-Build erlaubt Deinstallation von KI-Komponenten – Reaktion auf Nutzerkritik.

Microsoft reagiert auf wachsende Kritik an automatisch installierten KI-Funktionen. In der aktuellen Windows-11-Insider-Build 26300.8553, die Ende Mai und Anfang Juni 2026 ausgeliefert wurde, findet sich eine versteckte Seite namens „AI Components“. Sie erlaubt es Nutzern, lokale KI-Modelle einzusehen und zu entfernen. Das ist ein Novum für den Konzern.

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Deinstallation per Klick – mit Neustart

Die neue Einstellungsseite zeigt detaillierte Metadaten zu installierten KI-Assets: Herausgeber, Version, Installationsdatum und Speicherverbrauch. Aktuell unterstützt die Oberfläche die Entfernung des Phi-Silica-Modells, das über 2,5 Gigabyte Festplattenplatz belegt. Die Funktion ist noch experimentell und muss manuell aktiviert werden. Der eigentliche Vorgang selbst ist simpel: Ein Klick, ein Neustart – und das Modell ist weg.

Hintergrund ist die wachsende Unzufriedenheit in der Nutzerschaft. Viele Anwender bemängelten, dass KI-Komponenten ohne ihr Wissen installiert wurden und sie keine Kontrolle darüber hatten. Microsoft reagiert nun mit einem „One-Click“-Entfernungsmechanismus. Die Hardware-Anforderungen für Copilot+-PCs bleiben bestehen: mindestens 16 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher.

Aion 1.0: Die nächste Generation kommt

Auf der Build-2026-Konferenz am 2. Juni 2026 kündigte Microsoft den Nachfolger von Phi Silica an. Aion 1.0 Instruct ist ein kleines, für CPUs optimiertes Sprachmodell. Eine Entwicklervorschau läuft bereits über Edge Canary und Dev. Im Juli 2026 soll der Quellcode veröffentlicht werden.

Noch ambitionierter ist Aion 1.0 Plan: Ein Modell mit 14 Milliarden Parametern, speziell für agentische Arbeitsabläufe entwickelt. Microsoft erweitert zudem die Windows-KI-APIs, sodass sie künftig auf CPUs, GPUs und NPUs laufen. Auch Edge profitiert: Version 148 bringt neue Sprachdetektions- und Übersetzungs-APIs für über 145 Sprachen sowie experimentelle Spracherkennung direkt auf dem Gerät.

Entwickler-Hardware: Surface RTX Spark Dev Box

Für Entwickler lokaler KI-Anwendungen kündigte Microsoft auf der Build-Konferenz die Surface RTX Spark Dev Box an. Das kompakte Gerät wird vom NVIDIA RTX Spark Superchip angetrieben und verfügt über 128 Gigabyte einheitlichen Speicher. Mit einer Rechenleistung von bis zu 1 Petaflop können Modelle mit über 120 Milliarden Parametern lokal ausgeführt werden. Die Verfügbarkeit ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Parallel dazu wird die Software-Infrastruktur modernisiert: Windows Subsystem for Linux 3 (WSL 3) führt paravirtualisierten Hardware-Zugriff ein, der nahezu native GPU- und NPU-Leistung verspricht. Erste Unterstützung gibt es für Qualcomms Snapdragon X Elite sowie Intels Meteor Lake und Lunar Lake. AMD-Systeme sollen folgen.

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Startmenü wird modular – mehr Privatsphäre

Die aktuelle Insider-Build bringt auch optische Änderungen. Das Startmenü erhält ein modulares Design: Nutzer können Abschnitte wie angeheftete Apps oder den neu benannten „Recent“-Bereich (ehemals „Recommended“) ein- und ausblenden. Drei Größenoptionen stehen zur Wahl: klein, groß oder automatisch. Wer mehr Privatsphäre wünscht, kann zudem den Kontonamen und das Profilbild ausblenden.

Weitere Systemverfeinerungen betreffen die Windows-Suche, die nun Teilzeichenketten erkennt, sowie modernisierte Ladeanimationen. Ein bekanntes Problem verhindert derzeit die Installation dieser Build auf AMD-Systemen mit aktiviertem System Guard.

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