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Windows 11: Microsoft erlaubt Copilot-Taste zu deaktivieren

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 05:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erlaubt in neuen Windows 11 Vorschauversionen die Deaktivierung oder Umbelegung der KI-Copilot-Taste.

Windows 11 Testversion: Copilot-Taste lässt sich nun deaktivieren
Nahaufnahme einer modernen Laptop-Tastatur mit Fokus auf eine dedizierte KI-Taste in einer professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft führt in aktuellen Testversionen von Windows 11 eine neue Funktion ein, mit der Nutzer die dedizierte Copilot-Taste auf ihren Tastaturen konfigurieren oder vollständig deaktivieren können. In experimentellen Vorschau-Versionen des Betriebssystems wurde eine Option entdeckt, die es erlaubt, die Taste auf den Befehl „Nichts tun“ umzustellen. Diese Entwicklung folgt auf Berichte, wonach die zusätzliche Taste für künstliche Intelligenz den Arbeitsfluss einiger Anwender stören könne.

Anpassungsmöglichkeiten in den Systemeinstellungen

Die neue Einstellung findet sich laut Berichten von Testern in den Systemeinstellungen unter dem Pfad „Bluetooth & Geräte“ im Unterpunkt „Tastatur“. Dort steht ein Menü zur Individualisierung der Copilot-Taste zur Verfügung. Neben der vollständigen Deaktivierung können Nutzer die Taste auch mit alternativen Funktionen belegen.

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Standardmäßig öffnet die Taste den Microsoft 365 Copilot. In der neuen Testumgebung lässt sich dieser Aufruf jedoch gegen eine allgemeine Suchfunktion oder andere benutzerdefinierte Aktionen austauschen. Damit reagiert der Softwarekonzern offenbar auf Rückmeldungen aus der Nutzerschaft. Microsoft habe in diesem Zusammenhang eingeräumt, dass die Copilot-Taste unter bestimmten Umständen die Produktivität beeinträchtigen könne.

Anforderungen für KI-PCs bleiben bestehen

Trotz der neuen Flexibilität bei der Tastenbelegung hält Microsoft an seinen Hardware-Vorgaben fest. Das Unternehmen gab an, dass die Copilot-Taste weiterhin eine Grundvoraussetzung für die Zertifizierung als sogenannter „AI PC“ bleibe. Die physische Präsenz der Taste auf der Hardware ist somit ein fester Bestandteil der künftigen Gerätegeneration, auch wenn die Software nun Wege zur Umgehung der Standardfunktion bietet.

Für Anwender, die über die integrierten Systemeinstellungen hinausgehende Anpassungen wünschen, gibt es bereits länger bestehende Alternativen. So erlaubt beispielsweise der „PowerToys Keyboard Manager“, ein offizielles Dienstprogramm von Microsoft, die Neubelegung von Tastenfunktionen auf einer tieferen Systemebene.

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Drittanbieter-Lösungen für zusätzliche Funktionen

Parallel zu den Entwicklungen bei Microsoft gewinnen auch externe Softwarelösungen an Bedeutung, die sich speziell der neuen Hardware-Taste widmen. Ein Programm namens „NoCopilotKey“, das auf der Plattform GitHub zur Verfügung gestellt wird, ermöglicht es etwa, die Copilot-Taste in eine zusätzliche Steuerungstaste (Strg) umzuwandeln.

Die Installation solcher Werkzeuge erfolgt meist über das Entpacken von Dateien und das Ausführen eines Installers. Während die Software die digitale Funktion der Taste Änderung, bleibt das physische Copilot-Symbol auf der Tastatur jedoch sichtbar. In Fachkreisen wird in solchen Fällen scherzhaft darauf verwiesen, dass das Logo bei Bedarf lediglich durch einen Aufkleber verdeckt werden könne, um die optische Präsenz der KI-Funktion vollständig zu eliminieren.

Die Einführung der Deaktivierungsoption in den Windows-Vorschauversionen deutet darauf hin, dass Microsoft den Nutzern mehr Kontrolle über die Hardware-Integration seiner KI-Dienste einräumen möchte, ohne die strategische Bedeutung der Copilot-Taste für das Marketing neuer PC-Modelle aufzugeben. Es bleibt abzuwarten, wann diese Funktionen in die stabilen Versionen für alle Endanwender übernommen werden.

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