Windows 11: Microsoft entfernt WMIC nach 25 Jahren
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 20:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat mit der Entfernung des Kommandozeilen-Werkzeugs Windows Management Instrumentation Command-line (WMIC) einen langjährigen Prozess abgeschlossen. Im Rahmen des optionalen Updates KB5120998 wird das Tool aus den aktuellen Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 gestrichen. Damit endet die Verfügbarkeit einer Systemkomponente, die seit dem Jahr 2001 und der Einführung von Windows XP fester Bestandteil des Betriebssystems war.
Die Entscheidung, das Werkzeug nach einem Vierteljahrhundert außer Dienst zu stellen, begründet das Unternehmen vor allem mit Aspekten der Systemsicherheit. WMIC galt bereits seit längerer Zeit als veraltet. Microsoft weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass lediglich die ausführbare Datei wmic.exe entfernt wird.
Die zugrunde liegende Infrastruktur, die Windows Management Instrumentation (WMI), bleibt demnach im System erhalten. Dennoch hat der Wegfall Konsequenzen für die Systemadministration: Bestehende Skripte, die direkt auf die wmic.exe zugreifen, werden in den betroffenen Windows-Versionen künftig nicht mehr funktionieren.
Als moderner Ersatz für die administrative Steuerung und Abfrage von Systeminformationen wird der Umstieg auf die PowerShell empfohlen. Diese bietet zeitgemäße Schnittstellen, welche die Aufgaben des alten Kommandozeilen-Tools übernehmen können.
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Erweiterte Anpassungen der Benutzeroberfläche
Das Update KB5120998, welches derzeit in der Release Preview vorliegt, beinhaltet neben der Entfernung von WMIC eine Reihe weiterer funktionaler Änderungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Individualisierung der Benutzeroberfläche. Nutzer erhalten die Möglichkeit zurück, die Taskleiste flexibler zu gestalten. Diese lässt sich nun wahlweise am oberen, unteren, linken oder rechten Bildschirmrand positionieren.
Zudem erfährt das Startmenü eine Überarbeitung hinsichtlich seiner Flexibilität. Es stehen künftig verschiedene Größen zur Auswahl, die als „Klein“, „Groß“ oder „Auto“ definiert sind. Darüber hinaus lassen sich einzelne Abschnitte innerhalb des Startmenüs nach Bedarf ein- oder ausblenden, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.
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Fokus auf Sicherheit und Infrastruktur
Neben den sichtbaren Änderungen an der Oberfläche integriert Microsoft neue Sicherheitsmechanismen in das System-Update. Eine wesentliche Neuerung ist die Einführung der sogenannten Administrator Protection auf Basis von Just-In-Time-Prinzipien (JIT). Diese soll den Schutz von administrativen Berechtigungen verstärken.
Im Bereich der verschlüsselten Kommunikation setzt das Update auf ML-KEM für den TLS-Schlüsselaustausch. Ferner wurden Verbesserungen an der systeminternen Suchfunktion vorgenommen. Das Update KB5120998 bündelt somit die endgültige Abkehr von Altlasten wie WMIC mit einer Modernisierung der Sicherheitsarchitektur und einer Erweiterung der Nutzerkontrolle über das Interface von Windows 11.
