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Windows 11: Microsoft bestätigt schwarze Bildschirme nach der Anmeldung

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 02:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stuft die Störung als abgeschwächt ein; KIR-Pakete und manuelle Schritte helfen, während ein dauerhafter Fix noch aussteht.

Windows 11: Microsoft reagiert auf schwarze Bildschirme nach Anmeldung
Eine Reihe dunkler, inaktiver Serverracks in einem modern gestalteten, minimalistischen Serverraum. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat offiziell bestätigt, dass aktuelle Updates für Windows 11 zu erheblichen Störungen nach der Anmeldung führen können. Nutzer berichten über fehlgeschlagene Desktop-Sitzungen und schwarze Bildschirme. Das Unternehmen stufte das Problem am 24. September 2026 als abgeschwächt ein, arbeitet jedoch weiterhin an einer dauerhaften Lösung für die betroffenen Systeme.

Betroffene Versionen und Ursprung der Systemfehler

Nach Angaben von Microsoft sind die Versionen Windows 11 24H2, 25H2 und 26H1 von den Fehlern betroffen. Windows-Server-Editionen weisen diese Problematik hingegen nicht auf.

Als Ursprung der Störungen wurden die sogenannten Non-Security-Preview-Updates identifiziert, die am 27. August 2026 veröffentlicht wurden. Konkret handelt es sich dabei um das Update KB5120998 (OS-Build 26200.9278) für die Versionen 24H2 und 25H2 sowie um KB5120996 (OS-Build 28000.2804) für die Version 26H1.

Untersuchungen zeigen, dass sich der Fehler auch in nachfolgenden Aktualisierungen fortsetzt. Die Symptome äußern sich primär in einem schwarzen Bildschirm unmittelbar nach der Benutzeranmeldung.

Die Desktop-Sitzung wird dabei nicht automatisch geladen, sodass Anwender den Desktop erst nach einem manuellen Start der Sitzung erreichen können. In den Anwendungsereignisprotokollen der betroffenen Geräte werden zudem Abstürze des Windows-Explorers verzeichnet.

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Schwerpunkte in virtuellen Umgebungen und FSLogix

Besonders häufig tritt der Fehler auf Hosts des Azure Virtual Desktop (AVD) auf, bei denen FSLogix zur Verwaltung von Nutzerprofilen eingesetzt wird. Laut Microsoft sind dabei vor allem bestehende Nutzerprofile betroffen. Eine separate Statusmeldung zu FSLogix vom 23. September 2026 gab an, dass die Untersuchung für die Version FSLogix 2210 Hotfix 4 (2.9.8884.27471) und neuere Versionen noch nicht abgeschlossen sei.

Zur Abgrenzung wies das Unternehmen darauf hin, dass ein ähnliches Problem, bei dem Desktop-Hintergründe unter dem Update KB5120998 verschwanden, bereits durch ein separates Update (KB5124008) im September 2026 behoben wurde. Die aktuellen Black-Screen-Fehler erfordern jedoch spezifische Gegenmaßnahmen.

Behebung durch Known Issue Rollback und manuelle Maßnahmen

Für betroffene Anwender existiert ein kurzfristiger Workaround: Der Windows-Explorer kann manuell über den Task-Manager gestartet werden. Hierzu muss die Tastenkombination Strg+Umschalt+Esc betätigt werden, um über die Funktion „Neue Aufgabe ausführen“ den Befehl explorer.exe einzugeben.

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Für IT-Administratoren stellt Microsoft zudem das Verfahren des Known Issue Rollback (KIR) bereit. Dieser Mechanismus deaktiviert gezielt die problematische Änderung der Nicht-Sicherheits-Updates, ohne das gesamte Update entfernen zu müssen. Hierfür wurden spezifische KIR-Pakete veröffentlicht: KB5124006 260924_20071 für Windows 11 26H1 sowie KB5124010 260924_20021 für die Versionen 24H2 und 25H2.

Die Konfiguration der KIR-Richtlinien erfolgt über Gruppenrichtlinien unter den administrativen Vorlagen in der Computerkonfiguration. Die Verteilung kann über Active Directory oder Microsoft Entra ID Hybrid durchgeführt werden. Fachleute weisen darauf hin, dass Geräte die neue Richtlinie üblicherweise innerhalb von 90 bis 120 Minuten übernehmen, wobei ein Neustart erforderlich ist.

Der Vorgang kann durch den Befehl gpupdate beschleunigt werden. Microsoft betonte, dass diese Maßnahme nur so lange Bestand hat, bis ein permanenter Fix in einem zukünftigen Windows-Update integriert wird. Ein genaues Datum für diesen finalen Fix nannte das Unternehmen bisher nicht.

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