Windows 11: Microsoft beschleunigt Menüs um 70 Prozent
12.06.2026 - 15:16:06 | boerse-global.de
Das Update KB5094126 zielt darauf ab, das System spürbar flüssiger zu machen – besonders beim Öffnen von Menüs und Programmen.
Neuer „Low Latency Mode“ beschleunigt die Bedienung
Herzstück des Juni-Updates 2026 ist der sogenannte Low Latency Profile (LLP). Die Technik, intern als „Project K2“ bekannt, lässt die CPU für ein bis drei Sekunden kurz auf Höchsttakt gehen – immer dann, wenn der Nutzer mit zentralen Oberflächenelementen interagiert. Branchenbeobachter sehen Parallelen zu Performance-Strategien, die unter macOS und Linux bereits üblich sind.
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Besonders deutlich wird der Effekt beim Öffnen des Startmenüs, im Action Center oder bei Systemsuchen. Interne Tests zeigen: System-Flyouts öffnen sich bis zu 70 Prozent schneller, Kernanwendungen starten bis zu 40 Prozent flotter. Der Gewinn fällt auf älterer Hardware oder in virtuellen Umgebungen besonders ins Gewicht. Microsoft rollt das Update schrittweise aus, einige Nutzer aktivieren die Funktion aber bereits mit Tools wie ViVeTool.
Gemeinsam Musik hören und KI im Task-Manager
Das Update bringt auch praktische Multimedia-Neuerungen. Die neue Shared Audio-Funktion erlaubt es, zwei Paar Bluetooth-LE-Audio-Kopfhörer gleichzeitig mit einem System zu verbinden – unabhängig vom Hersteller.
Ebenfalls neu: der Multi-App-Kameramodus. Mehrere Programme können nun gleichzeitig auf die Webcam zugreifen. In Unternehmen lässt sich die Funktion per Gruppenrichtlinie steuern. Der Task-Manager wurde um Spalten für die NPU-Auslastung (Neural Processing Unit) erweitert. So sehen Nutzer auf einen Blick, welche Prozesse KI-Rechenleistung beanspruchen.
Schnellere Installation und verbesserte Suche
Seit dem 12. Juni 2026 enthält das Media Creation Tool die aktuellen Builds – 26200.8655 für Version 25H2 und 26100.8655 für Version 24H2. Bei Neuinstallationen können Anwender erstmals selbst den Namen ihres Benutzerordners festlegen. Bisher vergab das System automatisch einen Namen.
Die Windows-Suche wurde ebenfalls optimiert: Sie startet jetzt bereits nach der Eingabe von zwei statt drei Zeichen. Weitere Verbesserungen betreffen die Bildschirmlupe, die Stabilität von USB4-Geräten und die Behebung bestimmter Akku-Probleme.
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Sicherheitspaket stopft kritische Lücken
Begleitend zu den Performance-Features liefert Microsoft ein massives Sicherheitsupdate. Der Juni-Patch-Day schließt insgesamt 206 Sicherheitslücken, darunter drei Zero-Day-Schwachstellen. Die kritischste ist CVE-2026-45657 – eine Code-Ausführungslücke mit einem Schweregrad von 9,8.
Die Updates beheben zudem einen Fehler, der volle Systemrechte ermöglichte, sowie eine Schwachstelle, die bei physischem Zugriff Daten von BitLocker-verschlüsselten Laufwerken extrahieren ließ. Auch die Secure-Boot-Zertifikate werden erneuert – ältere Zertifikate aus dem Jahr 2011 laufen Mitte 2026 ab. Ein wiederkehrender Installationsfehler (0x800f0922) gehört ebenfalls der Vergangenheit an.
