Windows, Microsoft

Windows 11: Microsoft beschleunigt Bedienung um bis zu 70 Prozent

16.06.2026 - 11:15:47 | boerse-global.de

Microsofts Juni-Update KB5094126 beschleunigt ältere PCs und reduziert monatliche Neustarts auf einen. Die Copilot-Taste wird frei belegbar.

Windows 11 Update: Schnellerer Start und weniger Neustarts
Windows - A hand interacts with a holographic interface showing Windows 11 updates and performance graphs, symbolizing user experience improvements. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen schnellere Reaktionen, weniger Neustarts und mehr Kontrolle für die Nutzer.

Neuer „Low Latency Profile“ beschleunigt ältere Rechner

Am 15. Juni 2026 rollte Microsoft das kumulative Update KB5094126 aus. Herzstück ist ein „Low Latency Profile“, das die CPU für ein bis drei Sekunden hochtakten kann – immer dann, wenn der Nutzer eine App startet oder das Startmenü öffnet. Die Folge: Anwendungen sollen sich bis zu 40 Prozent schneller öffnen, die allgemeine Bedienung reagiert laut Microsoft sogar bis zu 70 Prozent flotter. Besonders Besitzer älterer Hardware dürften von dieser Optimierung profitieren. Aktiviert wird das Profil automatisch mit der Installation.

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Der Taskmanager wurde ebenfalls aufgerüstet. Er zeigt nun die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) an – ein wichtiges Feature für die neuen Copilot+-PCs. Nutzer sehen dort die Speicher- und Rechenleistung dieser KI-Chips in Prozent. Zudem ermöglicht das Update den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Anwendungen auf die Webcam. Die neue Funktion „Shared Audio“ erlaubt es, zwei Bluetooth-Kopfhörer parallel zu nutzen.

Ein Update-Paket, ein Neustart pro Monat

Microsoft testet derzeit in den Insider-Builds ein vereinheitlichtes Update-System. Treiber, .NET-Updates, Firmware und die monatlichen Qualitätspakete sollen künftig in einem einzigen Paket gebündelt werden. Ziel ist es, erzwungene Systemneustarts auf einen pro Monat zu reduzieren.

Die internen Tests verlaufen vielversprechend: Über 80 Prozent der Insider-Geräte installierten das gebündelte Paket fehlerfrei. Die durchschnittliche Neustartdauer sank um 15 Sekunden. Eine neue Funktion namens „Update Quiet Hours“ analysiert das Nutzerverhalten und plant Updates automatisch in Zeiten geringer Aktivität. Für nicht sicherheitskritische Patches testet Microsoft zudem „Soft Restarts“, die den Arbeitsfluss weniger stören sollen.

Copilot-Taste wird frei konfigurierbar

Eine der bemerkenswertesten Ankündigungen betrifft die Hardware: Microsoft erlaubt es in einem kommenden Update, die Copilot-Taste neu zu belegen. Bislang ersetzte sie auf vielen Tastaturen die rechte Strg- oder Kontextmenü-Taste – ein Ärgernis für Power-User und Menschen mit Behinderungen. Auch wenn das Copilot-Logo auf der Taste bleibt, können Anwender die Funktion künftig auf die klassische rechte Strg-Taste zurücksetzen.

Der Datei-Explorer hat in den aktuellen Insider-Builds ebenfalls Zuwachs bekommen. Per Mittelklick auf das Navigationsfenster, den Schnellzugriff oder die Adressleiste lassen sich Ordner jetzt in neuen Tabs öffnen. Die Ladegeschwindigkeit der Ordnerliste soll sich um bis zu 50 Prozent verbessert haben. Die Suchfunktion erkennt nun Tippfehler und nutzt NPU-gestützte semantische Indizierung.

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Media Player bleibt ressourcenhungrig

Auch die integrierten Apps erhalten Updates. Der Windows Media Player (Version 11.2605.14.0) kann jetzt benutzerdefinierte Untertitel anzeigen und besitzt eine Indexierungsanzeige. Ein genauer Blick offenbart jedoch einen Wermutstropfen: Der moderne Player verbraucht mit 377 MB Arbeitsspeicher deutlich mehr Ressourcen als sein Vorgänger, der mit 103 MB auskommt.

Weitere Neuerungen: Der Datei-Explorer gibt bei Konfliktdialogen nun detailliertere Ansagen für Bildschirmleseprogramme aus. Eine neue „Screen Tint“-Funktion legt Farbfilter über den Bildschirm, um die Augen zu schonen. Paint erhält ein KI-gestütztes Bildbearbeitungsfeld, die Fotos-App einen Pixel-Art-Zoom und die Uhr-App erweiterte Timer-Funktionen.

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