Windows 11: Microsoft behebt 500-GB-Speicherleck endlich
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 13:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Während der Konzern neue KI-Funktionen einführt, behebt er endlich einen schwerwiegenden Fehler, der Nutzern hunderte Gigabyte Speicherplatz gekostet hat.
Copilot PC Insights: Durchblick für den Rechner
Seit Juli 2026 steht US-Nutzern eine neue Funktion namens „PC Insights" in der Copilot-Seitenleiste zur Verfügung. Das Tool liefert einen Gesundheitscheck der Hardware in Echtzeit: Daten zu CPU, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Speicherplatz und Netzwerkperformance. Auch Batteriezustand und Startzeiten werden überwacht.
Die Idee klingt vielversprechend: Nutzer sollen erkennen, warum ihr Rechner lahmt. Allerdings zeigt sich ein Paradoxon: Die Copilot-Oberfläche selbst kann im Leerlauf bis zu einem Gigabyte RAM fressen. Microsoft betont, dass die Funktion rein optional ist und keine persönlichen Dateien für KI-Training genutzt werden. Doch Vorsicht: PC Insights kann derzeit lediglich analysieren, nicht reparieren. Automatische Fehlerbehebungen oder Diagnosen sind noch nicht möglich.
Der 500-GB-Fehler: Endlich behoben
Ein peinlicher Bug hat Windows-11-Nutzern der Versionen 24H2 und 25H2 monatelang zugesetzt. Die Datei CapabilityAccessManager.db-wal – eigentlich eine harmlose Protokolldatei für App-Berechtigungen – wuchs durch einen Programmierfehler unkontrolliert an. Betroffene berichteten von Speicherplatzverlusten zwischen 200 und 500 Gigabyte.
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Das optionale Update KB5095093, das Microsoft im Juni 2026 veröffentlichte, stoppt das unbegrenzte Wachstum dieser Datei. Experten warnen eindringlich davor, die Datei eigenhändig zu löschen. Das kann zu Systemabstürzen oder gar dem Verlust der WLAN-Verbindung führen. Stattdessen sollten Nutzer unter „System & reserviert" ihren Speicherstatus prüfen und das offizielle Juni-Update installieren.
KI-Modelle entfernen: 2,59 Gigabyte zurückgewinnen
Interessante Entwicklungen zeichnen sich in experimentellen Windows-11-Builds ab. In der Testversion 26300.8553 entdeckten Tüftler eine versteckte Option: Sie erlaubt das Deinstallieren einzelner KI-Modelle wie etwa Phi Silica. Wer diese Komponenten entfernt, kann über 2,59 Gigabyte Speicherplatz freiräumen.
Das kommt nicht von ungefähr. Viele Besitzer hochpreisiger Copilot+-PCs – die mindestens 16 Gigabyte RAM und eine spezielle NPU mit 40 TOPS Rechenleistung voraussetzen – nutzen die integrierten KI-Funktionen kaum. Stattdessen greifen sie lieber auf Chatbots von Drittanbietern zurück. Die teure Spezialhardware bleibt oft unterfordert.
Cloud-Rebuild und weniger Neustarts
Microsoft denkt auch über die Systemwartung neu. Für Windows 11 Version 26H2 ist eine „Cloud-Rebuild"-Funktion angekündigt. Damit können Nutzer ihr Betriebssystem direkt aus der Cloud wiederherstellen oder neu installieren – ohne lästigen USB-Stick.
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Ein weiteres Feature aus durchgesickerten Builds: der „unified reboot". Dabei bündelt Microsoft .NET-Updates und Treiber-Updates mit den regulären kumulativen Updates. Statt mehrerer Neustarts ist nur noch einer nötig. Firmware-Updates bleiben wohl aus Sicherheitsgründen separat – für Unternehmen und Privatanwender wäre das eine spürbare Erleichterung.
Wer es minimalistisch mag, kann übrigens zu Drittanbieter-Versionen wie Tiny11 greifen. Diese schlanken Systeme, basierend auf Version 25H2, entfernen Copilot, Edge und OneDrive komplett. Der Speicherbedarf sinkt auf rund acht Gigabyte – ideal für alte Hardware oder virtuelle Maschinen.
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