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Windows 11: Low Latency Profile macht System bis zu 70% schneller

04.06.2026 - 15:31:02 | boerse-global.de

Microsofts Update verbessert die Reaktionszeit von Windows 11 um bis zu 70 Prozent. Das Juni-Paket bringt zudem Shared Audio und einen KI-Task-Manager.

Windows 11: Low Latency Profile macht System bis zu 70% schneller - Bild: über boerse-global.de
Windows 11: Low Latency Profile macht System bis zu 70% schneller - Bild: über boerse-global.de

Microsoft hat mit dem „Low Latency Profile“ ein lang erwartetes Update ausgerollt, das die trägen Reaktionen von Windows 11 spürbar verbessern soll. Die Technik beschleunigt gezielt den Prozessor, wenn Nutzer das Startmenü oder die Suche öffnen.

Der Rollout begann Ende Mai 2026 und ist Teil einer umfassenderen Optimierungsinitiative namens Project K2. Im Kern funktioniert das neue Feature denkbar einfach: Immer wenn ein Nutzer mit Systemelementen wie dem Startmenü, der Windows-Suche oder dem Edge-Browser interagiert, erhöht Windows für ein bis drei Sekunden die CPU-Frequenz. Das klingt unspektakulär, hat aber enorme Auswirkungen.

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Bis zu 70 Prozent schneller: Die Zahlen sprechen für sich

Die internen Testdaten sind beeindruckend: Die Startzeiten von Anwendungen verbessern sich um bis zu 40 Prozent, die Reaktionsfähigkeit von Benutzeroberflächen sogar um bis zu 70 Prozent. Microsoft-Vizepräsident Scott Hanselman erklärte, dass ähnliche Latenzreduktionsverfahren bereits von macOS, Linux und Android genutzt werden – für Windows 11 sei dies jedoch Neuland.

Das Update vom 26. Mai 2026 priorisiert zunächst Microsoft-eigene Tools und Systemkomponenten. Die Unterstützung für Drittanbieter-Anwendungen soll später folgen. Und die gute Nachricht für Laptop-Nutzer: Trotz der temporären Frequenzerhöhungen bleibt die Auswirkung auf die Akkulaufzeit minimal.

Juni-Update bringt weitere Neuerungen

Am 9. Juni 2026 steht das nächste große Sicherheits- und Funktionsupdate für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2 an. Es enthält mehrere lang erwartete Features:

  • Shared Audio: Gleichzeitiges Streamen von Audio an zwei Bluetooth-LE-Geräte
  • Task-Manager mit KI-Überblick: Neue Metriken für Neuronale Verarbeitungseinheiten (NPUs) zeigen Auslastung, Engine-Aktivität und Speichernutzung. Eine neue „Isolation“-Spalte für AppContainer kommt hinzu
  • Multi-App-Kamera: Ein Webcam-Stream kann auf mehrere Anwendungen gleichzeitig verteilt werden
  • Schnellere Windows-Hello-Anmeldung: Optimierungen im Biometrie-Framework beschleunigen den Login nach dem Aufwachen aus dem Modern Standby
  • Verbesserte Suche: Bereits nach zwei eingegebenen Zeichen zeigt Windows passende Ergebnisse an

Das lästige Update-Problem ist gelöst

Ein Ärgernis der vergangenen Wochen gehört ebenfalls der Vergangenheit an. Im Mai 2026 scheiterte die Installation von Sicherheitsupdates bei vielen Nutzern – der Fortschritt blieb bei etwa 35 Prozent hängen, Fehlercode 0x800f0922.

Die Ursache: Weniger als 10 MB freier Speicher auf der EFI-Systempartition (ESP). Die Lösung ist im optionalen Update vom 26. Mai enthalten und wird mit dem Pflicht-Update am 9. Juni ausgerollt. Manuelle Partitionierungs-Eingriffe sind damit nicht mehr nötig.

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Blick in die Zukunft: Bewegliche Taskleiste im Anmarsch

Noch experimenteller geht es in den Insider-Builds zu. Microsoft testet dort eine verschiebbare Taskleiste – ein Feature, das Windows-11-Nutzer seit dem Start des Betriebssystems vermissen. Die Leiste könnte dann erstmals oben oder seitlich positioniert werden.

Weitere Test-Features seit Ende Mai 2026:

  • Startmenü-Anpassung: Neue Größenoptionen (Klein, Groß, Automatisch) und die Möglichkeit, den Bereich „Empfohlen“ durch eine „Zuletzt verwendet“-Liste zu ersetzen
  • Barrierefreiheit: Ein „Bildschirmtönung“-Feature gegen Augenbelastung sowie verbesserte Plug-and-Play-Unterstützung für Braille-Geräte
  • Erweiterte Dateisuche: Teilstring-Suche sowohl in Dateinamen als auch in Dateiinhalten

Das Low Latency Profile bleibt vorerst der wichtigste Baustein für die stabile Version – und könnte Windows 11 endlich das Gefühl von Flüssigkeit geben, das viele Nutzer seit dem Start vermissen.

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