Windows 11: Low Latency Profile macht Menüs 70% schneller
12.06.2026 - 15:57:13 | boerse-global.de
Microsoft hat sein Media Creation Tool für Windows 11 aktualisiert und liefert damit die neuesten System-Builds und Leistungsverbesserungen aus. Ab sofort lädt das Tool Build 26200.8655 für Version 25H2 inklusive der Juni-Updates.
Der zentrale Neuerung ist das sogenannte „Low Latency Profile“ – eine Funktion, die speziell die Systemreaktionsfähigkeit verbessern soll. Der Patch mit der Kennung KB5094126 wird derzeit für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2 ausgerollt.
Das neue Media Creation Tool ist ideal für eine saubere Neuinstallation, doch viele Nutzer wissen nicht, wie sie das Maximum aus ihrem Installationsmedium herausholen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen perfekten USB-Stick für die Installation oder Systemrettung vorbereiten. Kostenlosen Windows 11 Boot-Stick-Guide sichern
CPU-Boost für flüssigere Bedienung
Das neue Low Latency Profile greift bei alltäglichen Interaktionen: Öffnet der Nutzer das Startmenü, die Suchleiste oder das Action Center, pusht das System die CPU für ein bis drei Sekunden auf Höchstleistung. Dieser kurze Leistungsschub soll die Bedienung spürbar flüssiger machen – besonders auf älterer Hardware.
Die technischen Messwerte sind beeindruckend: System-Flyouts sollen sich bis zu 70 Prozent schneller öffnen, Kernanwendungen starten laut ersten Tests bis zu 40 Prozent schneller. Der Rollout erfolgt gestaffelt seit Anfang der Woche. Nutzer können den Status über Hardware-Monitoring-Tools überprüfen oder die Funktion manuell über Drittanbieter-Konfigurationstools aktivieren.
Kritische Sicherheitsupdates: 206 Lücken geschlossen
Das Juni-Update 2026 ist ein echter Sicherheits-Brocken. Insgesamt stopft Microsoft 206 Schwachstellen, darunter drei Zero-Day-Exploits. Besonders brisant: eine Lücke in BitLocker und eine hochriskante Schwachstelle für Remotecodeausführung mit einem Schweregrad von 9,8.
Daneben hat Microsoft einen lästigen Bug im Windows Update Standalone Installer (WUSA) behoben. Seit Mai 2025 traten Fehler auf, wenn Nutzer Updates aus Netzwerkfreigaben mit mehreren Dateien installieren wollten. Der Pfadfehler ist nun korrigiert.
Trotz der neuesten Updates kann Windows 11 im Alltag unerwartet streiken oder Fehlermeldungen bei der Installation ausgeben. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report von IT-Experte Manfred Kratzl, wie Sie die häufigsten Systemfehler und Update-Probleme ganz ohne teure Hilfe selbst lösen. Erste Hilfe für Windows 11 – Gratis-PDF jetzt herunterladen
Neue Multimedia- und Task-Manager-Funktionen
Der aktuelle Build bringt zudem praktische Neuerungen:
- Shared Audio: Gleichzeitige Audiowiedergabe auf zwei Bluetooth-LE-Geräten
- Multi-App-Kamera: Mehrere Programme können parallel auf die Webcam zugreifen
- NPU-Überwachung: Der Taskmanager zeigt jetzt dedizierte Spalten für die Auslastung von Neural Processing Units – interessant für Besitzer von KI-PCs
- Schnellere Suche: Windows zeigt Ergebnisse bereits nach zwei eingegebenen Zeichen an
- Setup-Anpassung: Bei Neuinstallationen lassen sich jetzt benutzerdefinierte Ordnernamen für Nutzerverzeichnisse vergeben
Media Creation Tool: Was sich geändert hat
Die Media Creation Tool-Anwendung selbst bleibt bei Version 10.0.26100.7019, doch die erstellten Installationsmedien sind auf dem neuesten Stand. Das Tool integriert jetzt SVN 9.0 für Secure Boot. Nutzer älterer Installationssticks sollten ihre bootfähigen Datenträger aktualisieren, um weiterhin mit den aktuellen Sicherheitsstandards kompatibel zu sein. Das Update gilt sowohl für Build 26200.8655 (25H2) als auch für Build 26100.8655 (24H2).
